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Neues von der  gesundheits- und berufspolitischen Bühne

 

19. November

Sitzung der Kammerversammlung – Webbericht jetzt online

Neue Dokumentationsvorgaben statt Gutachterverfahren?

“ (…)  Aktuell wolle der Gesetzgeber dem Thema Dokumentation nun einen neuen Anschub geben, so Bernhard Moors. „Mit dem Psychotherapeutenausbildungsreformgesetz verpflichtet er den G-BA, bis Ende 2022 eine Richtlinie für ein einrichtungsübergreifendes, sektorenspezifisches Qualitätssicherungsverfahren für die ambulante psychotherapeutische Versorgung zu beschließen.“ Dabei werde der G-BA auch Mindestvorgaben für eine Standarddokumentation festgelegen. Mit Einführung dieser Richtlinie würden alle Regelungen zum Antrags- und Gutachterverfahren entfallen. (…)“

zum ganzen Bericht auf PTK-NRW.de

 

15. November 2019

Approbationsordnung für Psychotherapiestudium jetzt online – Diskussion erwünscht

Kurz nach Verabschiedung des Ausbildungsreform-Gesetzes liegt auch schon der Referentenentwurf zur Approbationsordnung für das künftige Psychotherapie-Studium vor, sogar schon seit dem 17.10.2019.

Um in Richtung Transparenz mehr Klarheit zu schaffen, haben wir beim Gesundheitsministerium angefragt, ab wann der Entwurf öffentlich diskutiert werden kann. Folgendes war die Antwort:

„vielen Dank für Ihren Hinweis.

Anbei finden Sie den Referentenentwurf zur Approbationsordnung. Dieser ist bereits öffentlich und wird auch noch bei uns unter https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen.html eingestellt. Normalerweise erfolgt die Veröffentlichung parallel mit dem Versand an die Länder und Verbände, welche um Stellungnahme gebeten werden. Dies ist bereits am 17.10.2019 erfolgt.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Internetredaktion des BMG“
_____________________________

Also an alle Interessierten die Bitte, den Entwurf zu lesen und mitzudiskutieren:

Diskussion geschützt im Mitgliederbereich unter

Psychotherapie-Approbationsordnung

 

8. November 2019

Bundesrat stimmt Psychotherapie-Ausbildungsreform zu

Grünes Licht für Reform der Psychotherapeutenausbildung

Der Bundesrat hat am 8. November 2019 der Reform der Psychotherapeutenausbildung zugestimmt. Damit können Universitäten und gleichgestellte Hochschulen ab dem Wintersemester 2020 einen eigenen Studiengang Psychotherapie anbieten.

Die Eckdaten des Studiengangs

Er soll sich in ein dreijähriges Bachelor- und ein zweijähriges Masterstudium gliedern, das mit einer bundeseinheitlichen staatlichen Prüfung endet. Wer diese Prüfung besteht, darf als Psychotherapeut arbeiten.

zum gesamten Beschluss auf bundesrat.de

Die Abstimmung erfolgte bei 3:25:00 unter TOP 9:

 

 

2. Oktober 2019

Neue EU-Gesundheitskommissarin ist Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin

Ausschnitt aus der Meldung im Ärzteblatt:

(…)

Überzeugender Auftritt

Ihr Auftritt vor dem Gesundheitsausschuss brachte Kyriakides viel Beifall ein. Die desig­nierte Gesundheitskommissarin habe ihre Anhörung ausgezeichnet gemeistert und durch Fachwissen und Empathie für die Anliegen der Patientinnen und Patienten überzeugt, erklärte der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten), Peter Liese im Anschluss an die Anhörung am späten Dienstagabend.

„Ich habe keinerlei Zweifel, dass Stella Kyriakides eine ausgezeichnete Gesundheitskommis­sarin wird. Als eine Frau die seit vielen Jahren Gesundheitspolitik betreibt und auch prak­tische Erfahrung als klinische Psychologin hat, ist ihre fachliche Eignung unbestritten. Dies hat sie heute auch eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“

zum Artikel im Ärzteblatt

 

 

27. September 2019

Das Psychotherapeuten-Ausbildungsreform-Gesetz ist in der Nacht verabschiedet worden

Hier die Bundestags-Beratungen in der Mediathek:

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2019/kw19-de-psychotherapeutenausbildung-635426

Erste Einschätzungen aus Sicht der KJP sowie Gesetzestext und Pressemitteilungen der Verbände finden sich auf der Homepage des

 

 

23. September 2019

Gesetz zur Ausbildungsreform: Juristische Fehler verhindern!

Ein letzter Versuch in letzter Minute, für die KJP-Rechte einzutreten

zum ganzen Text

 

28. August 2019

KJP-Übergangsregelung in der Ausbildungsreform:
„… sofern dies jedoch politisch gewollt ist, wird sich ein Weg finden, der dies möglich macht.“

zum Interview auf dgvt.de

 

24. Juli 2019

Psychotherapeutengesetz im MDR

Keine Fortsetzung der Ausbeutung von Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA)

Maria Klein-Schmeink (B90/Grüne) setzt sich auch für Übergangsregelungen im PsychThGes für aktuelle PiA ein. MDR-Fernsehen würdigt ihre Befragung von PiA und ihren großen Einsatz mit einem achtminütigen Beitrag in „Exakt“ um 20.15 Uhr und macht auf unhaltbare Zustände in Psychotherapeutenausbildung aufmerksam, die nicht für weitere 12 Jahre so bleiben dürfen.

Den entsprechenden Änderungsantrag hat Bündnis 90 / Grüne bereits am 10.4.19 zur ersten Lesung am 13.5.19 eingereicht:

Hier geht`s zur Rede von Maria Klein-Schmeink, gesundheitspolitische Sprecherin von B90/Grüne im Bundestag, in der Anhörung zur ersten Lesung des Psychotherapeutengesetzes:

 

14. Juni 2019

Grüne fordern Übergangsregelung für KJP

Maria Klein-Schmeink (B90/Grüne) sorgt für Änderungsantrag der Grünen zur Anpassung der KJP an den Abschluss zukünftiger Absolventen nach neuem Psychotherapeutengesetz. KJP und ihre PatientInnen sind dankbar!

 

29. Mai 2019

Psychotherapie-Ausbildungsreform

Angleichung von Rechten auch für Kinder- und Jugendlichen-Behandler nötig

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten machen auf Veränderungsbedarf im Gesetzentwurf aufmerksam

Münster. Die Politik erkennt die Notwendigkeit, für eine gute psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen im geplanten „Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung“ noch Veränderungen vorzunehmen, damit Kinder und Jugendliche in Zukunft ebenso gut versorgt werden können wir Erwachsene. Der gesamte Berufsstand der Psychotherapeuten trägt diesen Wunsch in einer Stellungnahme der Bundespsychotherapeutenkammer (BptK) sowie in Resolutionen der größten Landespsychotherapeutenkammern Bayern und NRW an die Politik heran. Dies war Thema eines Informationsgesprächs, zu dem die Gesundheitsexpertin Maria Klein-Schmeink (B90/Grüne) heute eine Delegation von Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen (KJP) empfing.

Besuch Klein-Schmeink

Foto: Reinhild Temming

zur gesamten Pressemitteilung des KKJPWL

 

 

18. Mai 2019

Fachhochschulen – Ihr dürft nicht mitmachen

Die neuen Psychotherapie-Studiengänge sollen nur an Unis, nicht an Fachhochschulen angesiedelt werden.

Interview von Jutta Pilgram

 

Fast drei Viertel der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten in Deutschland haben an einer Fachhochschule (FH) studiert. Das soll sich ändern. Die Hoch-schulen für angewandte Wissenschaften, wie die FHs heute offiziell heißen, dürfen das neue Psychotherapie-Studium nicht anbieten. Professor Michael Borg-Laufs unterrichtet Theorie und Praxis psychosozialer Arbeit mit Kindern an der Hochschule Niederrhein und erklärt, warum er das für einen groben Fehler hält.

zum Artikel auf Sueddeutsche.de

 

15. Mai 2019

Ja mit Einschrän­kungen zur Re­form der Psycho­thera­peuten­ausbildung

Die von der Bundesregierung geplante Reform der Psychotherapeutenausbildung wird von Experten mit einigen Einschränkungen positiv aufgenommen. Die Fachleute sehen nach 20 Jahren den Bedarf einer Modernisierung und begrüßen auch die geplante finanzielle Entlastung für die Auszubildenden. Mehrere Sachverständige forderten in der Anhörung des Gesundheitsausschusses unter Leitung des stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Harald Weinberg (Die Linke) am Mittwoch, 15. Mai 2019, sowie in ihren schriftlichen Stellungnahmen allerdings Übergangsregelungen und finanzielle Zusagen, um Nachteile für jetzige Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) beziehungsweise künftige Psychotherapeuten in Weiterbildung (PiW) zu verhindern.

zum ganzen Artikel auf bundestag.de

zur aufgezeichneten Anhörung des Gesundheitsausshusses

zum Gesetzestext auf BMG.de (nach unten scrollen)

 

9. Mai 2019

Erste Lesung zur Reform der Psychotherapeutenausbildung im Bundestag mit anschließender Aussprache

Die Reden kann man in der Mediathek nachhören, nach Rednern einzeln abrufbar, und es ist spannend, wie manche für uns eintreten:

Erste Lesung Reform Psychotherapeutenausbildung

Zusammenfassung und Anträge hier

 

31. März 2019

Replik auf den Angriff von Manfred Lütz auf Spiegel Online trifft den richtigen Ton

Zu wenig Psychotherapieplätze

„Kranke zweifeln oft, ob ihnen Hilfe zusteht“

In einem Gastbeitrag kritisierte der Psychiater Manfred Lütz, Psychotherapeuten würden zu häufig Gesunde behandeln. Solche Argumente erschweren Patienten den Gang zum Therapeuten, entgegnet die Psychologin Damaris Sander. Eine Replik.

Psychotherapieplätze sind in Deutschland Mangelware, und das ist vor allem ein Problem für die Patienten. Die psychisch Kranken müssen in ihrer Not warten, oft monatelang, bis sie einen Therapieplatz bekommen. Es ist auch ein Problem der Gemeinschaft, denn die Kosten gehen zu Lasten der Allgemeinheit: Die Zahl der Krankentage wegen psychischer Probleme hat sich einem Krankenkassenbericht zufolge zwischen 2007 und 2017 von 48 Millionen auf 107 Millionen mehr als verdoppelt.

Dass sich etwas an diesem Zustand ändern muss, ist klar.

Mit seinem Vorschlag, die Wartenden in Kranke und psychisch Gesunde in Lebenskrisen zu unterteilen, erweist der Psychiater Manfred Lütz den Betroffenen allerdings einen Bärendienst. Denn Kranke zweifeln oft, ob ihnen Hilfe überhaupt zusteht.

zum ganzen Artikel auf Spiegel Online

 

28.März 2019

Warum alte weiße Männer psychisch Kranke für gesund erklären

Zum wiederholten Angriff des Psychiaters Manfred Lütz auf die Arbeit der Psychotherapeuten und der Bundespsychotherapeutenkammer

Dr. Christina Tophoven, Geschäftsführerin der Bundespsychotherapeutenkammer

Der Psychiater Manfred Lütz klagt in einem Beitrag für „Spiegel online“ die Bundespsychotherapeutenkammer an, dass sie eine Reform verhindere. Stattdessen, so Lütz, würden immer mehr Psychotherapeuten gefordert. Ein unhaltbarer Vorwurf.

Sophie Passmann hat in ihrem Buch über „Alte weiße Männer“ beschrieben, woran wir sie erkennen: „Eine Sache, die dem alten weißen Mann immer zugrunde liegt, ist, dass das Gegenüber (…) sich nicht wohlfühlt. Man fühlt sich herabgesetzt, man fühlt sich nicht ernst genommen, man fühlt sich jovial belächelt.“

zum ganzen Artikel auf observer Gesundheit.de

 

24.März 2019

Viel Ärger über Spiegel Online, wo Fake-News (z.B. Psychotherapeutenkammer sei ein Lobbyverband – statt eine gesetzlich vorgeschriebene Körperschaft öffentlichen Rechts) ein Raum gegeben wird. Die Präsidentin der LPK RLP twittert: „Manfred Lütz, der Donald Trump der Psychiater“. Hier der Artikel:

Wartezeiten auf einen Therapieplatz Wie ein Lobbyverband psychisch Kranken schadet

Psychisch Kranke müssen ewig auf einen Therapieplatz warten, weil das System eine Behandlung von Menschen mit geringen Leiden fördert. Besserung ist nicht in Sicht – ein mächtiger Lobbyverband verhindert jede Reform.

Ein Gastkommentar von Manfred Lütz

zum ganzen Artikel auf SPIEGEL ONLINE

 

12. März 2019

Plan von Jens Spahn –  Streit um Psychotherapie als Studienfach

Der neue Studiengang soll modern sein und die Versorgung verbessern. Aber die Ärzteschaft lehnt die Reform ab – sie fürchtet Schaden für die Patienten.

(…)

Die Ärztekammer sieht darin die Rückkehr ins Mittelalter

Harsche Kritik kommt hingegen aus der Ärzteschaft – unter anderem wegen der geplanten neuen Berufsbezeichnungen. Demnach dürften sich Absolventen des neuen Studiengangs Psychotherapeuten nennen, Fachärzte für Psychotherapie müssen sich als „ärztliche Psychotherapeuten“ bezeichnen. Ärztekammer-Präsident Frank Ulrich Montgomery bezeichnet diese Regelung in einem Gastbeitrag fürs Deutsche Ärzteblatt als „Etikettenschwindel“: „Das schlechter ausgebildete ‚Produkt‘ bekommt die hübschere Verpackung.“

Er kritisiert, dem Gesetzentwurf liege die falsche Annahme zugrunde, dass Psychotherapie als reine Behandlungstechnik erlernt und ausgeübt werden könne. „Das mutet an wie die Rückkehr zur Qualifizierung von (direkt ausgebildeten) Bader-Chirurgen oder Dentisten in der mittelalterlichen Ständegesellschaft“, schrieb Montgomery über den Referentenentwurf aus dem Januar.

zum Artikel auf Tagesspiegel.de

 

27. Februar 2019

Spahn legt Kabinettsentwurf zur Psychotherapeuten­ausbildung vor

Berlin ­– Das Bundeskabinett hat heute dem Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Psy­cho­thera­peuten­aus­bildung aus dem Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium zugestimmt. Mit der Gesetzesnovelle soll die Ausbildung der derzeitigen Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten auf eine neue Grundlage gestellt und außerdem die psychotherapeutische Versorgung verbessert werden. „Wir schaffen eine eigenständige und fundierte Ausbildung für Psycho­therapeutinnen und Psychotherapeuten“, sagte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn heute vor der Presse in Berlin. „Damit wird ihre Qualifikation noch besser und ihr Beruf noch attraktiver. Das ist gut für Therapeuten und Patienten gleichermaßen“, so Spahn.

Künftig soll die Approbation nach einem fünfjährigen Universitätsstudium der Psychotherapie erteilt werden. Für den Zugang zur gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung ist eine anschließende Weiterbildung notwendig, in der die Fachkunde in einem wissenschaftlich anerkannten Verfahren erworben sowie Schwerpunkte in der Behandlung von Erwachsenen beziehungsweise Kinder- und Jugendlichen gesetzt werden. „Erst dann kann der Eintrag ins Arztregister erfolgen, die Voraussetzung für die Zulassung zur vertragsärztlichen Versorgung“, stellte Spahn klar.

zum Artikel auf aerzteblatt.de

 

Reform der Psychotherapeuten-Ausbildung

Zusammenarbeit mit Ärzten soll verbessert werden

Das Kabinett hat dem Gesetzentwurf zugestimmt, im Herbst 2020 soll es in Kraft treten. Psychotherapeuten werden dann analog zu Ärzten ausgebildet und besser als bisher bezahlt.

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch dem von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eingebrachten Gesetzentwurf zugestimmt, mit dem die Ausbildung von Psychotherapeuten auf neue Füße gestellt werden soll. Das geplante Reformgesetz macht Psychotherapie zu einem eigenständigen universitären Studienfach, bei dem ein zweijähriges Master- auf ein dreijähriges Bachelorstudium aufbaut – nach der Approbation folgt eine Weiterbildung, mit deren Abschluss sich Psychotherapeuten und -therapeutinnen ins Arztregister eintragen lassen können.

Die beabsichtigte Reform bilde ab, was mit den Verbänden in den letzten Jahren verhandelt worden sei, sagte Jens Spahn. Es gehe um „eine bessere Versorgung für psychisch kranke Menschen“, in deren Sinne außerdem die Zusammenarbeit zwischen Psychotherapeuten, Ärzten und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens verbessert werden müsse. Dafür die Grundlagen zu schaffen, ist nun Aufgabe des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA): Dieser wird im Gesetz mit einer Ergänzung der Psychotherapie-Richtlinie beauftragt.

zum Artikel auf ÄrzteNachrichenDienst aend.de

 

26. Februar 2019

Suche nach einem Therapieplatz

WDR 5 Quarks – Hintergrund 26.02.2019 10:15 Min. WDR 5 Von Lena Mörsch

Psychotherapeuten müssen Patienten, die einen Therapieplatz suchen, Sprechstunden anbieten. So sollten die Wartezeiten kürzer werden. Das hat leider nicht geklappt

zum Audio-Beitrag auf WDR 5

240 Euro nach sechs Jahren Studium

  • Die Ausbildung von Psychotherapeuten soll reformiert werden, das Gesundheitsministerium hat dazu einen Entwurf vorgelegt.
  • Unter anderem soll ein komplett neuer Studiengang entstehen: Psychotherapie.
  • Ärzte wie auch Psychotherapeuten lehnen allerdings viele Punkte des Vorhabens ab.

zum Artikel auf Sueddeutsche.de

 

30. Januar 2019

Das lange Warten auf Hilfe

Wer eine Psychotherapie benötigt, braucht vor allem eines: viel Geduld. Das will die Bundesregierung ändern.

zum Artikel auf Frankfurter Rundschau

 

gematik

BMG bestimmt künftig die Marschrichtung

Dass er den Aufbau der Telematik-Infrastruktur beschleunigen und die zuständige Betreibergesellschaft gematik umbauen will, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bereits angekündigt. Nun ist auch klar, wie er vorgehen will: Dem änd liegen die ersten Versionen von Änderungsanträgen zum Terminservice- und Versorgungsgesetzt (TSVG) vor, in denen die Fraktionen von Union und SPD den gematik-Umbau genau beschreiben.

zum Artikel auf Ärztenachrichtendienst

 

23. Januar 2019

Nach Treffen mit Experten

Spahn steuert um

Der Gesundheitsminister will wohl eine umstrittene Neuregelung bei der Therapieplatzsuche für psychisch Kranke nun doch nicht umsetzen.

zum Artikel auf Sueddeutsche.de

Spahn-Aussagen – Mehr Therapeuten, längere Wartezeiten?

Gesundheitsminister Spahn hat behauptet, je mehr Psychotherapeuten es in einer Region gebe, desto länger seien die Wartezeiten. Als Beispiel nannte er Freiburg. Ärzteverbände widersprechen.

Von Patrick Gensing, ARD-faktenfinder

In der Debatte über Wartezeiten bei Psychotherapeuten hat die Bundespsychotherapeutenkammer Gesundheitsminister Jens Spahn falsche Aussagen vorgeworfen. So hatte der CDU-Politiker am 26. September 2018 im Bundestag ausgeführt:

zum Artikel auf Faktenfinder bei tagesschau.de

 

18. Januar 2019

TSVG: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Dialog mit Ärzten und Psychotherapeuten

Der Entwurf für ein Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) bot und bietet nach wie vor reichlich Gesprächsstoff – nicht nur im gesundheitspolitischen Berlin. Deshalb organisierte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) auf Initiative des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn eine Dialogveranstaltung. Er diskutierte mit Vertreterinnen und Vertretern der niedergelassenen Ärzteschaft und Psychotherapeutenschaft deren Fragen und Besorgnisse. Dieses Video ist der

Mitschnitt des Livestreams vom 18.01.2019.

Spahn bittet um Vorschläge für schnelleren Zugang zur Psychotherapie

Berlin – Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Bundespsychotherapeuten­kammer sollen Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) gemeinsam einen Vorschlag vorlegen, wie schwer psychisch kranke Patienten deutlich schneller als bisher eine Therapie erhalten können. Darauf sollen sich Ärzte- und Psychotherapeutenverbände gestern Nachmittag bei einem Gespräch mit dem Minister verständigt haben, wie das Deutsche Ärzteblatt gestern Abend auf dem Neujahrsempfang der Deutschen Ärzteschaft in Berlin erfuhr

zum Artikel auf AerzteBlatt.de

Spahn bietet Gespräche über bessere TSVG-Regelungen an

BERLIN. Änderungen am Entwurf des umstrittenen Terminservice- und Versorgungsgesetzes sind wieder in Reichweite. „Wir schauen jetzt zusammen mit der Ärzteschaft, ob wir gegebenenfalls zu besseren Regelungen kommen, als dort vorgesehen“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei einem Treffen mit rund 200 Ärzten und Psychotherapeuten am Freitag in Berlin.

(…)

Signale von Änderungsbereitschaft nahmen die Ärzte bei folgenden Punkten wahr:

(…)

  • Psychotherapie: Über die hochumstrittenen Pläne für „eine gestufte und gesteuerte Versorgung für die psychotherapeutische Behandlung“ wird weiter gesprochen. Darauf haben sich der Gesundheitsminister und die Vertreter der Verbände der Psychotherapie bei einem Treffen in der vergangenen Woche in Berlin geeinigt. Eine Petition gegen zusätzliche Zugangshürden vor der psychotherapeutischen Behandlung haben bislang mehr als 200.000 Menschen gezeichnet. Man wolle nicht zurück zum Delegationsprinzip in der Psychotherapie hat der Gesundheitsminister nun am Freitag bekräftigt. Es wird inzwischen darüber nachgedacht, zunächst die Ergebnisse von aus dem Innovationsfonds geförderten Projekten abzuwarten, zum Beispiel des NPPV (Neurologisch psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung).

zum Artikel auf AerzteZeitung.de

 

16. Januar 2019

Anhörung des Gesundheitsausschusses zum TSVG

Medi­ziner lehnen Vor­gaben für erwei­terte Sprech­stunden ab

auf bundestag.de/mediathek

Die Psychotherapie betreffend:

ca.      14min 30`     Frau Satorius
ca.      36min            Dr. Munz
ca.     1h 21, 30`      Prof. Jacobi
ca.     1h 45              Herr Hecken
ca.     3h 08, 10        Dr. Munz

Mediziner lehnen die im Entwurf für das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) geplanten Vorgaben für erweiterte Sprechstunden ab und sehen darin einen Eingriff in ihre Berufsfreiheit. In der dreistündigen Anhörung des Gesundheitsausschuss unter Vorsitz von Erwin Rüddel (CDU/CSU) über den Gesetzentwurf (19/6337, 19/6436) am Mittwoch, 16. Januar 2019, kam auch Kritik von den gesetzlichen Krankenkassen sowie von Psychotherapeuten. Die Experten äußerten sich in der öffentlichen Sitzung sowie in schriftlichen Stellungnahmen.

zum Übersichts-Artikel

 

14. Januar 2019

Anhörung im Petitionsausschuss des Bundestages

Petitionen zum UN-Migra­tions­pakt und zum Ter­min­ser­vice­ge­setz erörtert

auf bundestag.de/mediathek

Zur Petition der Psychotherapeuten ab ca. 1h 04

 

9. Januar 2019

Weitere Äußerungen von Jens Spahn zur Debatte um TSVG

Zu viele Krankenhäuser in OWL? Gesundheitsminister Spahn im Interview. auf: Neue Westfälische (ab Minute 2:40 zu Psychotherapie)

 

8. Januar 2019

Petitionen zum UN-Migra­tions­pakt und zum Termin­ser­vice­gesetz

Der Petitionsausschuss befasst sich in seiner öffentlichen Sitzung am Montag, 14. Januar 2019, mit dem im Dezember in den Bundestag eingebrachten Regierungsentwurf für ein Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) (19/6337) sowie dem UN-Migrationspakt. Ab 12 Uhr beraten die Abgeordneten unter Vorsitz von Marian Wendt (CDU/CSU) im Anhörungssaal 3.101 des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses in Berlin eine Petition mit der Forderung, die Bundesregierung solle dem globalen Migrationspakt (Global Compact for Safe, Orderly and Regular Migration) nicht beitreten, sich in der UN-Generalversammlung im September 2019 in der Abstimmung darüber der Stimme enthalten und eine Erklärung bei den Vereinten Nationen abgeben, wonach der globale Migrationspakt für Deutschland nicht bindend sei. Um 13 Uhr schließt sich dann die Beratung einer Eingabe mit der Forderung, der Bundestag solle den TSVG-Entwurf ablehnen und an das zuständige Fachministerium zurück verweisen, an

zur Mitteilung auf bundestag.de

 

4. Januar 2019

Spahn legt Reform der Psychotherapeuten-Ausbildung vor

Direktstudium mit anschließender Weiterbildung: Gesundheitsminister Spahn macht Ernst mit der unter Ärzten umstrittenen Novelle der Psychotherapeuten-Ausbildung.

BERLIN. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) knüpft an die Arbeit der vorangegangenen großen Koalition (GroKo) an: Mit seinem nun vorgelegten Referentenentwurf zur Reform der Psychotherapeuten-Ausbildung hält er am Plan der Vorgänger-GroKo fest, den Zugang zur Versorgung künftig über ein Masterstudium samt strukturierter Weiterbildung – analog jener der Ärzte – zu gestalten. Die Neuausrichtung sorgt auch für eine finanzielle Besserstellung der angehenden Psychotherapeuten.

zum Artikel auf Aerztezeitung.de

zum Referentenentwurf auf Bundesgesundheitsministerium.de

 

Dezember 2018

Medien-Echo auf Bundestags-Petition Nr. 85363 gegen Versorgungssteuerung  – Kleiner Text unserer 2. Vorsitzenden Reinhild Temming führt zu Schneeballeffekt bei Unterschriften

Welcher Text? 

Zur Petition – bis 13.12.2018 von genau 205.331 Bürgern unterzeichnet (ca 45.000 auf Papierlisten) – eine der größten Bundestagspetitionen, die es je gab

27. Dez 2018

Warum Deutschland sich eine große Couch leisten sollte

Noch nie waren so viele Menschen im Land psychisch krank – und doch ist das Reden darüber immer noch tabu. Die jüngsten Pläne des Gesundheitsministers verschlimmern die Lage nur noch.

zum Kommentar auf Welt.de

 

22.Dezember 2018

Debatte um Psychotherapie: „Wir müssen Hürden abbauen“

 

Die Präsidentin der Landes-Psychotherapeuten-Kammer Rheinland-Pfalz hält eine neue Regelung für Psychotherapie-Patienten für diskriminierend – und hofft auf niedrigere Hürden.

MAINZ – Patienten sollen erst zu einem Gutachter, der ihnen bestätigt, dass ihnen eine Psychotherapie zusteht. Mit diesem Vorschlag hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für empörte Reaktionen gesorgt. Den Vorschlag als Diskriminierung bezeichnet Sabine Maur im Gespräch mit dieser Zeitung. Sie ist seit zwei Monaten die Präsidenten der Landes-Psychotherapeuten-Kammer Rheinland-Pfalz.

zum Interview auf Allgemeine-Zeitung.de

 

21. Dezember 2018

Protest gegen Spahns-Gesetzesvorhaben

SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach: Regeln für Psychotherapie werden nachgebessert

Die heftig umstrittenen Neuregelungen für den Arztbesuch psychisch kranker Menschen werden nachgebessert. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kündigte für das entsprechende  Gesetzgebungsverfahren „eine weitere Runde insbesondere mit den Patientenvertretern sowie mit den psychotherapeutischen Verbänden“ an.

Man sei dazu bereits „im Prozess der Einladungen“, sagte der Bundestagsabgeordnete der Augsburger Allgemeinen (Freitagausgabe).

(…)

Eine an den Bundestag gerichtete Petition fordert die Ablehnung des Gesetzentwurfes. Es ist eine der größten Petitionen, die jemals an das Parlament gerichtet wurde: Genau 205.331 Menschen haben sie den Angaben zufolge gezeichnet. Spahn will sich indes der Debatte stellen. „Wenn wir zu dem Ergebnis kommen, dass die hier vorgeschlagene Regelung verbesserungsfähig ist: Prima!“, sagte er kürzlich im Bundestag.

Spahn muss Psychotherapie-Gesetz nachbessern

Gesundheitsminister Jens Spahn macht es Betroffenen durch das Psychotherapie-Gesetz noch schwerer. Er muss den Entwurf schnell nachbessern – wie versprochen.

Ein kleiner Anlass genügt, um aus einem gesunden einen psychisch kranken Menschen zu machen. Ein paar fehlgesteuerte Rezeptoren, beispielsweise durch Drogenkonsum, reichen aus. Wer dann an einer solchen Krankheit leidet, hat es doppelt schwer.

zum Kommentar auf Augsburger-Allgemeine.de

 

20. Dezember 2018

Neuregelung der Psychotherapie: Über 200.000 Petitionen gegen Spahn

Mit solch einem Gegenwind hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nicht gerechnet, als er sein Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) vorlegte.

Terminservice- und Versorgungsgesetz Spahn-Vorschlag stößt auf breite Kritik

SPD, Therapeuten und 200.000 Petenten kritisieren Neuregelung der Psychotherapie.

Mit solch einem Gegenwind hatte Gesundheitsminister Jens Spahn nicht gerechnet, als er sein Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) vorlegte.

(…)

Spahn sieht sich darüber hinaus mit einer der größten Online-Petitionen in der Geschichte des Bundestages konfrontiert. Genau 205.331 Menschen haben laut Bundestag die Petition 85.363 unterzeichnet.

zum Artikel auf idowa.de

 

19. Dezember 2018

Der schwere Weg zum Therapeuten: Spahn will Patienten vorsortieren

Münster – Wer eine Psychotherapie braucht, muss sehr lange auf Termine warten. Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn könnte die Lage für psychisch Kranke künftig noch erschweren. Nun rollt eine Protestwelle.So viele Bürger hat ein Minister noch nie auf die Barrikaden getrieben.

Mehr als 200 000 Deutsche haben in den vergangenen Wochen eine Petition gegen ein Gesetz unterzeichnet, mit dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (Ahaus) den Zugang für gesetzlich Versicherte zum Psychotherapeuten neu regeln will. Nach Auskunft der Bundestags könnte der Protest die größte Petition sein, die je in Berlin eingereicht wurde. Spahn habe es mit seinem An­sinnen geschafft, auf einen Schlag 200 000 Menschen „gegen sich aufzubringen“, staunt die Bundestagsabgeordnete Kirsten Kappert-Gonther (Grüne).

 

18. Dezember 2018

Sender Phoenix:   unter den linden

Vom Minister zum Kandidaten und zurück – Jens Spahn und die Gesundheitspolitik

Jens Spahn im Interview, ab Minute 41 zur Psychotherapie und zur Petition

zur Sendung in der Mediathek auf Phoenix.de

Neuer Gesprächsanlauf zur Psychotherapie

Die Regierung nimmt die Kritik der Psychotherapeuten am Terminservice- und Versorgungsgesetz auf. Und verweist zugleich: Der Protest gegen eine „gestufte Versorgung“ sei verfrüht.

(…)

Die psychotherapeutische Sprechstunde habe bereits Entlastung gebracht, aber es gebe immer noch nicht die Steuerung für diejenigen, die schnell Behandlung brauchten. Mit Interesse werde ein vom Innovationsfonds gefördertes Projekt der KV Nordrhein zur besseren Steuerung in die psychotherapeutische Versorgung verfolgt. Dort gebe es einen vorgeschalteten „Koordinator“, der die Aufgabe übernehme, Patienten in die richtige Behandlungsebene zu steuern. Die Verbände der Psychotherapeuten seien daran beteiligt.

(Hervorhebung KKJPWL e.V.)

zum Artikel auf Aerztezeitung.de

 

Aktionstag gegen TSVG am 23. Januar

KÖLN. Die Freie Ärzteschaft (FÄ) fordert die niedergelassenen Ärzte auf, sich am 23. Januar an einem bundesweiten Protesttag gegen das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) zu beteiligen und mit Kollegen und Patienten über die Auswirkungen des Gesetzes zu diskutieren.

Für diesen Tag hoffen die Initiatoren – Ärzteverbände aus Niedersachsen – auf eine Reihe von Aktionen niedergelassener Ärzte. Dazu zählen beispielsweise „Notfallfortbildungen“ über das Gesetzesvorhaben während der Sprechstundenzeit. „Wir sagen Nein zu falschen Rezepten in der Gesundheitspolitik“, betont der Vereinsvorsitzende Wieland Dietrich. Weitere Informationen unter www.niedergelassene-protestieren.de.

zum Artikel auf ÄrzteZeitung.de

 

16. Dezember 2018

Vergabe von Psychotherapieplätzen

Krank genug?

Jens Spahns Idee zur Vergabe von Therapieplätzen ist absurd. Die Suche nach PsychotherapeutInnen wird noch schwerer, als sie jetzt schon ist.

Die Reformidee von Jens Spahn trägt den recht sperrigen Titel Terminservice- und Versorgungsgesetz. Damit will der Bundesgesundheitsminister (CDU) erreichen, dass gesetzlich Versicherte schneller Arzttermine bekommen, vor allem auch Plätze bei PsychotherapeutInnen. Der Gesetzesentwurf sieht außerdem vor, dass, bevor der oder die Kranke eineN TherapeutIn sieht, „GutachterInnen“ in einem Vorgespräch über die Dringlichkeit einer Therapie entscheiden. Die Entscheidung, wer wirklich krank ist und wer nicht, läge dann in der Hand einer dritten Person. Das klingt wie: Therapieplätze muss man sich verdienen – so wie alles im Leben, nicht wahr?

Doch Spahn hat nicht nur ein abstruses Gesetz vorgelegt, er heizte die Diskussion außerdem mit unsensiblen und faktisch falschen Aussagen an. So stellte er zum Beispiel die steile These auf, dass mehr PsychotherapeutInnen mehr Nachfrage schaffen würden. „Die Stadt mit dem höchsten Versorgungsgrad in der psychotherapeutischen Versorgung ist Freiburg; die Stadt mit den längsten Wartezeiten ist – Freiburg“, hatte er schon im September im Bundestag gesagt.

zum Artikel auf taz.de

 

15. Dezember 2018

Die verkannte Not der psychisch Kranken

(…)

Die Empörung ist enorm: Mehr als 200 000 Menschen haben sich in den vergangenen Wochen gegen ein Vorhaben des Gesundheitsministeriums ausgesprochen – oder besser gesagt, gegen einen kurzen Passus darin. Es könnte die größte Petition sein, die je beim Bundestag eingereicht wurde.

Warum der Aufschrei? Eigentlich hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit seinem geplanten Terminservice- und Versorgungsgesetz Gutes im Sinn: Patienten sollen nicht mehr monatelang auf einen Arzttermin warten müssen, sie sollen besser versorgt werden. Auch psychisch kranke Menschen. Sie sollen, wenn es nach Spahn geht, künftig zuerst ein Vorgespräch führen – mit einem Arzt, den sie nicht kennen, den sie nicht selbst aussuchen und den sie vermutlich nie wieder sehen. Dieser Arzt soll dann entscheiden, wann und wo sie eine Therapie bekommen. Es wäre eine Art Vorsortierung: Wer ist kränker? Wer kann warten?

(…)

Mehr Kassenzulassungen werden gebraucht

Zwar kann von einer allgemeinen Akzeptanz psychischer Erkrankungen nicht die Rede sein, solange Lehramtsanwärter keine Therapeuten aufsuchen, weil sie um ihre Verbeamtung fürchten, und solange Menschen ihre Depression vor Kollegen oder sogar vor der Familie geheim halten; dennoch hat sich in den vergangenen Jahren vieles zum Positiven verändert. Psychische Krankheiten werden ernst genommen und häufiger angesprochen, auch dank prominenter Vorbilder, die wie der Fußballer Sebastian Deisler oder die US-Sängerin Lady Gaga ihre Depressionen öffentlich machen. Die neue Sensibilität, die neue Bereitschaft, sich Hilfe zu suchen, wirkt sich aber auch auf die Knappheit der Therapieplätze aus.

zum Artikel auf Sueddeutsche.de auf der Titelseite

 

14.Dezember 2018

Vergabe von Therapieplätzen Das fragwürdige Argument des Ministers Spahn

„Mehr Psychotherapeuten schaffen mehr Nachfrage“ – es ist eines von Spahns Kernargumenten für sein neues Gesetz. Doch die von ihm genannten Kronzeugen widersprechen entschieden.

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Unser Fazit: Am Ende bleiben Verwirrung – und große Zweifel.

Eine Kernthese, die Minister Spahn für seine Neuregelung der Psychotherapie präsentiert, kann sein Ministerium nicht belegen. Im Gegenteil: Es präsentiert Kronzeugen, die von vermeintlichen Studien nichts wissen wollen – und auch noch entschieden widersprechen.

zum Artikel auf ZDF.de heute

Wer bekommt wann eine Psychotherapie?

Plätze für Psychotherapien sind rar, die Wartezeiten lang. Ein neues Gesetz soll den Zugang neu regeln – Kritiker sagen: „erschweren“. Welche Erfahrungen haben Sie bei der Therapeutensuche gemacht? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

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Gast: Barbara Lubisch, Bundesvorsitzende Deutsche Psychotherapeuten-Vereinigung

zum WDR 5 Tagesgespräch aös Podcast

 

13. Dezember 2018

71. Sitzung des Deutschen Bundestags

zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG)

live in der Mediathek des Parlamentsfernsehens und danach als Video

 

Umstrittenes Terminvergabegesetz Dafür muss Jens Spahn viel Kritik einstecken

Ein Gesetzesentwurf von Gesundheitsminister Spahn sorgt für Aufruhr: Menschen, die einen Facharzt benötigen, sollen zunächst bei einem Arzt vorstellig werden, der ihre Lage beurteilt. Eine Horrorvorstellung vor allem für psychisch Kranke.

(…)

Und die Kritik kommt aus beinahe allen Fraktionen. Der AfD-Abgeordnete Robby Schlund bemängelt, „Menschen mit komplexen psychischen Probleme werden sich unwahrscheinlich einer dritten Person zeigen“. Auch Christine Aschenberg-Dugnus von der FDP hält das für eine „zusätzliche Hürde“. Psychisch Kranken falle es „überhaupt schwer, darüber zu reden“. Es sei ein „Nadelöhr“, wenn sie sich einem „Behandler öffnen müssen, den sie überhaupt nicht kennen“. Kirsten Kappert-Gonther von den Grünen verweist auf den massiven Widerstand, den das Gesetz schon vor der Beratung im Bundestag ausgelöst habe. Die Petition gegen den Entwurf zeige, dass  Spahn „mindestens 200.000 Menschen gegen sich aufgebracht“ habe. „Menschen in einer seelischen Krise brauchen Unterstützung und keine zusätzlichen Hürden“, so die Grünen-Abgeordnete.

(…)

Die Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung spricht gar von einer „Diskriminierung psychisch kranker Menschen“ und einem „ersten Schritt zur Abschaffung der freien Arztwahl“. Erhebliche Probleme erwartet auch die Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten (VAKJP). Wenn junge Menschen von mehreren Therapeuten „angesehen und beurteilt“ werden, so Helene Timmermann, Vorsitzende des Verbandes, würde sich Misstrauen einstellen. Der Weg zu einer Behandlung würde so erschwert. „Besonders Jugendliche tun sich oft schwer, Hilfe in Anspruch zu nehmen“, sagt Timmermann. (Hervorhebung R.T.)

zum Artikel auf n-tv.de

 

Terminservice- und Versorgungsgesetz: Änderungen bei gestuftem Zugang zur Psychotherapie wahrscheinlich

Berlin – Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) von Bundesgesundheits­minister Jens Spahn (CDU) dürfte noch in zahlreichen Punkten im Laufe des Gesetzgebungs­verfahrens verändert werden. Ein Punkt darunter wird die umstrittene geplante zusätzliche „gestufte und gesteuerte Versorgung vor einer psychothera­peutischen Behandlung“ sein, wie heute die erste Lesung im Bundestag aufgezeigt hat. Das Gesetz soll voraussichtlich im Frühjahr 2019 in Kraft treten. Der Bundesrat muss nicht zustimmen.

(…)

Weg mit der Regelung

Viele Abgeordnete sowohl von der SPD als auch der Oppositionsfraktionen sprachen sich in der Debatte im Parlament dafür aus, die Regelung zu streichen. Heute Morgen sei eine der erfolgreichsten Petitionen aller Zeiten beim Bundestag eingereicht worden, sagte Kirsten Kappert-Gonther (Grüne). Spahn habe es mit seinem Ansinnen geschafft, fast 200.000 Menschen „gegen sich aufzubringen“. „Kranken Menschen dürfen keine zusätzlichen Steine in den Weg gelegt werden“, sagte sie. Den Passus des zusätzlichen Zugangs zur Psychotherapie bezeichnete sie als „emotionale Zumutung“. Der Passus gehöre gestrichen.

(…)

Große Reform in der Psychotherapie notwendig

„Das, was jetzt im Gesetzestext ist, ist nicht geeignet, Vertrauen zu schaffen“, sagte Karl Lauterbach (SPD) mit Blick auf die Regelung der gestuften Versorgung. Aus seiner Sicht müsse eine große Reform vorbereitet werden. Diese müsse sich mit der Frage von zu wenigen Zulassungen und der Frage der Honorierung beschäftigen. „Es ist so, dass sich die Vergütung zu wenig nach der Schwere der Erkrankung richtet“, sagte Lauterbach. Eine solche Reform brauche mehr Zeit und müsse mit Verbänden und Betroffenen diskutiert werden. „Wir werden zu einer gemeinsamen Lösung kommen und sie sind zu wichtig für einen Schnellschuss“, so der SPD-Gesundheitspolitiker, der viele andere Regelungen wie den Ausbau der Terminservicestellen im TSVG begrüßte. Das führe auch zu einer schnelleren Terminvermittlung für Psychotherapiepatienten.

zum Artikel auf aerzteblatt.de

 

Pressemitteilungen der Bundespsychotherapeutenkammer. Spahnscher Irrtum 1-3

Spahnscher Irrtum 1 – Reloaded:

„Wartezeiten sind dort am längsten, wo die meisten Psychotherapeuten sind.“

Gesundheitsminister Jens Spahn hatte schon am 26. September 2018 im Bundestag behauptet:

„Die Stadt mit dem höchsten Versorgungsgrad in der psychotherapeutischen Versorgung ist Freiburg; die Stadt mit den längsten Wartezeiten ist – Freiburg.“ (Protokoll Deutscher Bundestag, 51. Plenarsitzung)

Jetzt hat er diese These im ARD-Morgenmagazin (12. Dezember 2018) noch einmal wiederholt:

„Wir müssen gleichzeitig feststellen, dass in den Regionen, wo die meisten Psychotherapeuten sind, ihr Angebot machen, wir auch die längsten Wartezeiten haben.“

Dieser Spahnsche Irrtum, den die Bundespsychotherapeutenkammer schon am 28. September 2018 korrigiert hatte, wird auch durch Wiederholung nicht richtig.

Richtig ist:

zu den Pressemitteilungen auf BPtK.de

 

Spahn wirbt im Bundestag für Gesetzespaket zur besseren Versorgung von Patienten

Berlin (AFP) – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat im Bundestag für sein Gesetzespaket zur besseren Versorgung von Patienten geworben. Bei dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) gehe es um „konkrete und im Alltag spürbare Verbesserungen“ für die Patienten, sagte Spahn am Donnerstag. Dafür brauche es auch gute Rahmenbedingungen für die tägliche Arbeit und eine angemessene Vergütung von Ärzten, Apothekern und Pflegekräften.
(…)
Der Minister ging auch auf die Kritik an seinem Vorhaben zur Neuregelung bei psychotherapeutischen Behandlungen ein. Wenn das Ergebnis der Debatte sei, dass die vorgeschlagene Regelung „verbesserungsfähig“ sei, „prima – ich bin der erste, der für eine Verbesserung zu haben ist“, zeigte sich Spahn erneut kompromissbereit.

Vergabe von Therapieplätzen Neue Hürde für psychisch Kranke?

Therapeuten protestieren, eine Online-Petition läuft: Pläne von Gesundheitsminister Spahn, die psychotherapeutische Versorgung neu zu regeln, stoßen auf Widerstand. Worum geht’s?

Das ist der Auslöser des Streits

Stein des Anstoßes ist, dass mit dem geplanten Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) neue Regelungen für den Zugang zu psychotherapeutischer Behandlung geplant sind. Mit dem Gesetzentwurf will Spahn erreichen, dass Versicherte schneller Arzttermine bekommen. Im Bereich Psychotherapie ist eine „gestufte Steuerung“ von Hilfesuchenden geplant: Ausgesuchte Ärzte und Therapeuten sollen in Voruntersuchungen entscheiden, welchem Hilfs- oder Therapieangebot die Betroffenen zugeführt werden sollen. Heute hat der Bundestag in erster Lesung darüber debattiert.

zum Artikel auf ZDF heute

 

Berlin. Im Streit um Reformen bei der Behandlung psychisch Kranker hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Kompromissbereitschaft signalisiert. Spahn sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), damit betroffene Patienten schneller einen Termin beim Psychotherapeuten bekämen als bisher, müsse die Versorgung vor Ort besser koordiniert werden. „Damit wollen wir den Patienten eine unnötige Odyssee von einer Arztpraxis zur anderen ersparen“, betonte er und fügte dann hinzu: „Wie wir dieses Ziel am besten erreichen, werden wir im weiteren Beratungsverlauf diskutieren und die konkrete Formulierung dann überarbeiten.“

zum Artikel in Hannoversche Allgemeine

 

Spahn im Streit um Psychotherapie-Reform kompromissbereit: Es müsse über weitere Schritte gesprochen werden

Im Streit um Reformen bei der Behandlung psychisch Kranker hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Kompromissbereitschaft signalisiert. Damit Patienten schneller einen Termin beim Psychotherapeuten bekämen als bisher, müsse die Versorgung vor Ort besser koordiniert werden, sagte Spahn dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland”. “Damit wollen wir den Patienten eine unnötige Odyssee von einer Arztpraxis zur anderen ersparen”, sagte er und fügte hinzu: “Wie wir dieses Ziel am besten erreichen, werden wir im weiteren Beratungsverlauf diskutieren und die konkrete Formulierung dann überarbeiten.”

zum Artikel auf FuldaInfo.de

 

Psychoterror

Psychotherapie – Jens Spahns Reformpläne für die Suche nach einem Therapeuten sind reine Schikane

Ein Mann geht zum Arzt, in seinem Ohr fiept es. Fragt der Arzt (im Rahmen der Besuchspauschale, bei einem Mann um die 50 sind das 30,66 Euro pro Quartal), was los ist, ob er Stress hat. Klingt wie ein Witz, zugegeben, Männer gehen nur im Notfall zum Arzt, viel seltener als Frauen. In diesem idealen Fallbeispiel führt der Arzt nun ein „problemorientiertes Gespräch“, für das er alle zehn Minuten zusätzlich knapp zehn Euro abrechnen darf. Der Mann, der wegen Ohrenfiepens kam, weint jetzt plötzlich, der Arzt fragt, ob der Patient schon einmal über eine Psychotherapie nachgedacht hat. Männer sind noch größere Therapiemuffel, wahrscheinlicher ist jetzt also, dass der Mann sich krankschreiben lässt, dann weitermacht wie bisher, Ende offen, dabei – Stichwort toxische Männlichkeit – könnten Gespräche helfen?

zum Artikel auf Freitag.de

 

12. Dezember 2018

ARD-Morgenmagazin – Nach heftiger Kritik: Spahn rudert bei Neuregelung für Psychotherapien zurück

Das von Gesundheitsminister Jens Spahn geforderte Terminservice und -vergabegesetz (TSVG) steht vor allem in Sachen Psychotherapien in der Kritik. Für psychisch Kranke birgt es allerdings Gefahren. Nun rudert Spahn zurück und zeigt sich offenbar kompromissbereit.

Mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) sollen gesetzlich versicherte Patienten in Zukunft schneller einen Arzttermin bekommen. Der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung soll noch mehr Angebote enthalten.

(…)

Nach heftiger Kritik zeigt sich Spahn an seinen Plänen zur Neuregelung bei psychotherapeutischen Behandlungen nun offenbar kompromissbereit. „Ich schließe nicht aus, dass wir andere Regelungen finden“, sagte Spahn.
zum Artikel auf Focus.de

Psychotherapie rettet Leben

Die strikte Begrenzung von Kassensitzen für Psychotherapeuten hält die Zahl der Therapieplätze künstlich knapp. Gesundheitsminister Spahn scheint zu glauben, unter psychisch Kranken wären massenweise Hypochonder. Das ist unzeitgemäß und gefährlich.

Kommentar von Barbara Vorsamer

Antriebslosigkeit gehört zu den typischen Symptomen einer Depression, die neben Angststörungen die häufigste psychische Erkrankung in Deutschland ist. Betroffene haben keine Kraft,

zum Kommentar auf Süddeutsche.de

Zugang Psychotherapie – Spahn bereit für weitere Gespräche

BERLIN. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat seine Pläne für eine bessere Steuerung beim Zugang zur Psychotherapie verteidigt. Im ARD-„Morgenmagazin“ wies er am Mittwoch daraufhin, dass in den Regionen mit den meisten Psychotherapeuten gleichzeitig die längsten Wartezeiten zu verzeichnen seien. „Das zeigt doch, dass da irgendwas in der Steuerung nicht so funktioniert, wie es soll.“

Dass es in Deutschland offenbar einen großen Bedarf an Psychotherapie gibt, zeigen einem „Bild“-Bericht zufolge neue Zahlen aus dem Bundesarbeitsministerium. Demnach fehlten im vergangenen Jahr an 107 Millionen Tagen Arbeitnehmer infolge psychischer Erkrankungen. Zehn Jahre zuvor habe die Fehlzeit noch 48 Millionen Tage betragen. (bar/ths)

zum Artikel auf ÄrzteZeitung.de

 

Kommentar zu Spahns Psychotherapie-Pläne: Nicht noch mehr Bürokratie!

Die Diskussion um den Zugang zum Psychotherapeuten nimmt weiter Fahrt auf. Damit hatte wohl der Gesundheitsminister nicht gerechnet. Jens Spahn beeilte sich am Mittwoch, festzustellen, dass er bereit sei, seine Pläne nachzubessern. Voraussetzung: Es gibt bessere Vorschläge.

zum Kommentar auf ÄrzteZeitung.de

 

Gesetzentwurf Psychotherapeuten wehren sich gegen Spahns Patientenkontrolle

Speziell ausgebildete Experten sollen künftig entscheiden, wer in Deutschland eine Psychotherapie bekommt. So will es zumindest Gesundheitsminister Jens Spahn – und löst damit einen Proteststurm aus.

(…)

Die Psychotherapeutin Ariadne Sartorius hatte die Idee für die Petition. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE erklärt sie, wie es dazu kam und wo Jens Spahn sich aus ihrer Sicht irrt.

SPIEGEL ONLINE: Der Gesundheitsminister will, dass künftig speziell ausgebildete Experten entscheiden, wer welche Psychotherapie bekommt. Gerade Menschen mit schwerwiegenden Problemen sollen so schneller Hilfe bekommen. Was ist so schlecht daran?

zum Artikel auf Spiegel.de

 

Video: Bundesgesundheitsminister Spahn verteidigt Pläne zur Neuregelung

12.12.18 | 03:53 Min. | Verfügbar bis 12.12.2019

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat seine Pläne zur Neuregelung in der Psychotherapie verteidigt. Es gehe ihm darum, dass Patienten möglichst schnell einen Behandlungstermin erhielten. „Heute ist es immer noch so, trotz aller Maßnahmen der letzten Jahre, dass Kranke etwa mit einer Depression, die dringend eine Behandlung brauchen, diese zu oft nicht bekommen und lange warten.“ Oft würden Patienten dann in Kliniken eingewiesen. Das mache es dann noch schwieriger den Menschen eine angemessene Behandlung zukommen zu lassen. Deswegen wolle er steuern und koordinieren, damit wirklich Kranke eine Behandlung bekämen. Künftig soll deshalb ein

zum Video auf DasErste.de

Video: Notstand Psychotherapie

12.12.18 | 01:46 Min. | Verfügbar bis 12.12.2019

Jeder dritte Patient in Deutschland wartet bis zu einem Dreivierteljahr auf den Beginn einer Psychotherapie. Jeder Versicherte hat ein Recht auf eine Akutsprechstunde bei einem Therapeuten. Doch danach findet sich oft kein Therapieplatz.

zum Video auf DasErste.de

 

11. Dezember 2018

Viele Berichte nach Pressekonferenz der Bundespsychotherapeutenkammer am gestrigen 10. Dezember

Video – Psychotherapeuten beklagen langes Warten auf Therapieplätze

auf tagesschau.de

Psychisch Kranke – Auf die Diagnose folgt oft keine Therapie

Die Akutsprechstunde beim Psychotherapeuten war 2017 eingeführt worden, um psychisch Kranken besser zu helfen. Eigentlich eine gute Sache. Das Problem: Den ersten Termin beim Arzt gibt’s schnell, den zweiten oft gar nicht.

Psychotherapeuten bewerten die im vergangenen Jahr eingeführte Akutsprechstunde grundsätzlich positiv. Sie sei „ein überaus großer Erfolg“, erklärte Dietrich Munz, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer. Als Beleg führt er unter anderem an, dass vermehrt Menschen mit psychischen Problemen zum Arzt kommen würden, die bislang wegen der langen Wartezeiten gar nicht erst versucht hätten, einen Termin zu bekommen.

zu Artikel und Video auf tagesschau24.de

inkl. Video mit Inteview Kirsten Kappert-Gonther, Bündnis 90/Die Grünen, zur geplanten Reform der Psychotherapie-Bedarfsplanung

Für psychisch Kranke fehlen Therapieplätze

  • Seit 2017 hat jeder Patient das Recht auf eine Akutsprechstunde beim Therapeuten. Das hilft Menschen, die unter einer schweren psychischen Krankheit leiden.
  • 40 Prozent aller Patienten bekommen nach einer solchen Sitzung keinen Therapieplatz. Jeder dritte Patient wartet ein halbes oder ein Dreivierteljahr auf den Beginn einer tatsächlichen Therapie.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will veranlassen, dass künftig ausgewählte Ärzte und Therapeuten Patienten untersuchen, noch bevor sie eine Praxis besuchen.
  • Psychotherapeuten protestieren gegen eine solche Instanz, die über die Schwere der Krankheit entscheiden soll. Sie würde Patienten eher abschrecken.

(…)

Damit Menschen mit schweren Erkrankungen schneller behandelt werden, will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nun veranlassen, dass künftig ausgewählte Ärzte und Therapeuten Patienten untersuchen, noch bevor sie eine Praxis besuchen. Es wäre eine Art Vorauswahl: Je schwerer das Problem, desto schneller gibt es einen Termin. Doch Psychotherapeuten protestieren gegen eine solche Instanz, die über die Schwere der Krankheit entscheiden soll. Sie würde Patienten eher abschrecken. Auch der Bundesrat und der Sachverständigenrat für Gesundheit lehnen so eine zusätzliche Hürde ab. Eine Petition gegen den Passus hat bereits mehr als 125 000 Unterzeichner. Stattdessen wünscht sich die Therapeutenkammer zusätzliche psychologische Praxen auf dem Land. Hier sollte es keine Grenze mehr geben, fordert Munz.

In Eberswalde beendet Therapeut Matthias Bachmann sein Wartezimmergespräch nach fünf Minuten. Er schickt die Frau wieder fort, wieder einmal mit schlechtem Gewissen. Aber seine Praxis ist voll.

zum Artikel auf Süddeutsche.de

 

Pläne zur Psychotherapie:  „Spahns Vorstoß ist eine Zumutung für psychisch Kranke“

Der Gesundheitsminister will eine zusätzliche Voruntersuchung vor Bewilligung von Therapien. Die Vereinigung der Psychotherapeuten übt Kritik. Ein Interview.

Frau Lubisch, nach den Vorstellungen von Gesundheitsminister Jens Spahn sollen sich Patienten vor Bewilligung einer Therapie von Experten voruntersuchen lassen. Erst danach würden sie an die eigentlichen Therapeuten weitergeleitet werden. Was bedeutet das für psychisch kranke Menschen?

Der Vorstoß von Jens Spahn ist eine Zumutung für psychisch kranke Menschen. Es entstehen zusätzliche Hürden auf dem Weg zu einem Therapieplatz – und zusätzliche Anstrengungen. Für Patienten mit psychischen Leiden ist es oft ohnehin schwer genug, sich einem Therapeuten zu öffnen. Nun sollen sich diese Menschen einer weiteren Person anvertrauen, die dazu keine Therapie übernehmen wird. Die Zwischeninstanz sorgt für zusätzliche Unsicherheit auf dem Weg zu einem Therapieplatz. Sich als besonders krank darstellen zu müssen, um einen Therapieplatz zu bekommen, schafft eine besonders schwierige Situation. Der Vorschlag des Gesundheitsministers ist schlicht befremdlich.

zum Interview auf Tagesspiegel.de

 

TSVG: Psychotherapeuten werfen der Koalition Diskriminierung vor

Die Psychotherapeuten laufen Sturm gegen das TSVG. Sie fordern gleiche Rechte für ihre Patienten.

BERLIN. Die Psychotherapeuten liegen über Kreuz mit Plänen der Koalition. Die will, dass Patienten schneller an Termine für Behandlungen kommen. Dafür will sie den Zugang zur Psychiatrie neu regeln. Vor der eigentlichen Behandlung soll eine zusätzliche Begutachtung über die Dringlichkeit stehen.

Die Therapeuten sind sauer über diesen Passus im Entwurf des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG), das am Freitag im Bundestag beraten werden soll: „Menschen mit psychischen Erkrankungen haben das gleiche Recht auf freie Wahl ihres Behandlers wie somatische Patienten“, sagte der Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (bptk) Dr. Dietrich Munz am Dienstag in Berlin. Alles andere sei eine Diskriminierung psychisch kranker Menschen.

(…)

Genug gesteuert?

  • 42,2 Prozent der Patienten in der psychiatrischen Sprechstunde werden nicht weiter behandelt.
  • 57,8 Prozent werden in die Akutbehandlung, die Kurz- oder Langzeittherapie gesteuert.
  • 32,2 Prozent warten nach der Sprechstunde zwei bis drei Quartale auf den Beginn der Behandlung.

Quelle: Bundespsychotherapeutenkammer

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Zeichen stehen auf Regulierung

zum Artikel auf ÄrzteZeitung.de

Psychotherapeutische Sprechstunde steuert die Versorgung

Berlin – Mit der psychotherapeutischen Sprechstunde wurde eine Möglichkeit geschaffen, die Versorgung von Menschen mit psychischen Beschwerden zu steuern. Dieses Fazit zieht die Bundes­psycho­therapeuten­kammer (BPtK) aufgrund einer Auswertung von rund 240.000 Abrechnungsdaten von Patientinnen und Patienten, die im zweiten Quartal 2017 erstmals in einer Sprechstunde waren.

„Die im April 2017 eingeführte psychotherapeutische Sprechstunde erfüllt ihren Zweck. Sie bietet flächendeckend eine diagnostische Abklärung und eine Beratung der Ratsuchenden, was notwendig ist – je nach Dringlichkeit und Schwere ihrer Beschwerden“, erklärte der Präsident der BPtK, Dietrich Munz, heute vor der Presse in Berlin.

zum Artikel auf Arzteblatt.de

 

Psychotherapeuten fordern Sofortprogramm für Patienten

Kurz vor der Beratung eines Gesetzes für eine bessere Patientenversorgung fordern Deutschlands Psychotherapeuten ein Sofortprogramm für psychisch kranke Menschen. Dies solle mit dem geplanten Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kommen. Laut Bundestag soll das TSVG an diesem Freitag erstmals im Parlament beraten werden. Der Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), Dietrich Munz, kritisierte am Dienstag in Berlin, trotz des Erfolgs der sogenannten psychotherapeutische Sprechstunde müssten psychisch kranke Menschen noch viel zu lang auf eine Kurz- oder Langzeittherapie warten.
Quelle: handelsblatt.de

 

Petition gegen Therapiebeschränkungen

Berlin (kobinet) Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen/Behinderungen sollen nach Informationen des Inklusionsbotschafters Thomas Künneke weiter in ihrem Selbstbestimmungsrecht eingeschränkt werden. Nachweislich ist für viele Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen/Behinderungen eine ambulante Therapie oft die Form der Unterstützung, die es ihnen ermöglicht, am Leben in der Gesellschaft teilzuhaben. Der Zugang zu solchen Unterstützungsangeboten soll nun durch das neue Terminservice- und Versorgungsgesetz erheblich eingeschränkt werden, berichtet er gegenüber den kobinet-nachrichten.

(…)

zum Artikel auf kobinet.de

(Kooperation Behinderter im Internet)

 

10. Dezember 2018

Proteststurm gegen Spahns Gesetzespläne Hürdenlauf für psychisch Kranke?

Gesundheitsminister Spahn will psychisch Kranke vor ihrer Therapie künftig von anderen Experten „voruntersuchen“ lassen. Dagegen regt sich heftiger Protest.

Mit Petitionen hat Jens Spahn so seine Erfahrungen. Nachdem der CDU-Politiker vor einem Dreivierteljahr kundgetan hatte, dass Hartz IV nicht gleichbedeutend mit Armut sei, verlangten 210.000 Unterzeichner von ihm, selber mal einen Monat lang vom Arbeitslosengeld II zu leben. Spahn weigerte sich, versuchte das Thema mit der Initiatorin bei Kaffee und Kuchen abzumoderieren, trug politische Blessuren davon. Im September verlangten dann 224.000 Menschen von ihm, die Berufssituation von Physiotherapeuten und anderen Heilberuflern zu verbessern. Hier reagierte der Minister sofort, eine eilig gestrickte Reform soll bereits im Frühjahr 2019 in Kraft treten.Minister will „gesteuerte Versorgung“Drei Monate später – Spahn ist grade zurück vom Hamburger CDU-Parteitag – erwarten ihn schon wieder 130.000 Unterschriften. Diesmal geht es um
zum Artikel auf Tagesspiegel.de (Berlin)

Depressionskranker warnt: Herr Spahn, Ihr neues Gesetz gefährdet Menschenleben!

Mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz sollen Versicherte in Zukunft schneller an einen Arzttermin kommen. Ende September hat Gesundheitsminister Jens Spahn einen entsprechenden Gesetzesentwurf eingebracht. Doch es regt sich Widerstand. Für psychisch Kranke birgt das Gesetz Gefahren.
(…)
Der Protest ist laut, aber er muss noch lauter werden. Denn es geht um Menschen, die dringend der Hilfe bedürfen und nicht eines Psychologen, der über „Therapie“ oder „nicht Therapie“ entscheiden soll. Zumal das mit einem Vorgespräch noch lange nicht klar ist, oft bedarf es erst mehrerer Sitzungen, um die Problematik zu erkennen.

Frau fleht Jens Spahn an: Für Menschen mit Depressionen „wäre dieses Gesetz eine Katastrophe“

Ein neuer Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sorgt für Wirbel: Er will die Psychotherapie neu regeln – eine Betroffene macht ihrem Ärger jetzt Luft.

Jeder hat schwermütige Phasen. Dauern diese aber länger an, kann eine Krankheit dahinterstecken. Wer eine Depression vermutet, findet zuerst Hilfe bei seinem Hausarzt und später bei einem Facharzt. Doch Betroffene hadern oft Jahre damit, zum Arzt zu gehen. Die Angst, nicht ernst genommen oder von Freunden und Kollegen als seltsam wahrgenommen zu werden, hindert sie daran.

zum Artikel auf merkur.de

(Münchener Zeitungsverlag)

 

9. Dezember 2018

Jens Spahn will Psychotherapie neu regeln – eine Katastrophe für Betroffene!

Jens Spahn will mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz die Vergabe von Psychotherapieplätzen neu regeln. Unsere Autorin weiß aus eigener Erfahrung, dass dieser Gesetzesentwurf eine Katastrophe für Betroffene wäre.

Seitdem Jens Spahn Bundesgesundheitsminister ist, glänzt er nicht gerade mit realitätsnahen Gedankengängen. Eins von vielen Beispielen: Mit Hartz IV habe „jeder das, was er zum Leben braucht“. Vielleicht sind es auch Aussagen wie diese, die ihm am Freitag den Sieg bei der Wahl für den CDU-Parteivorsitz gekostet haben. Momentan fällt er eher für die darauffolgenden Shitstorms auf als mit seiner Gesundheitspolitik. Und auch ein aktueller Gesetzesentwurf, den er vorgelegt hat, geht mal wieder vollkommen an der Realität vorbei: Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) soll für schnellere Termine und bessere Versorgung sorgen. Klingt erst mal super, aber für Hilfesuchende mit psychischen Erkrankungen wäre dieses Gesetz eine Katastrophe.

zum Gastartikel im Portal Neon auf Stern.de

 

7. Dezember 2018

(….)Fazit

Therapeutenverbände, rund 90.000 Unterzeichner einer Petition, die bayerische Gesundheitsministerin und der Bundesrat: Sie alle sind gegen einen umstrittenen Abschnitt in Spahns Gesetzentwurf. Die Befürchtung: Für psychisch Kranke könnte die Versorgung komplizierter werden.

Spahns Ministerium hat eine Antwort angekündigt – will vor der 1. Lesung im Bundestag aber nichts Genaues dazu sagen.

zum Artikel auf BR24

Gesundheitsminister Jens Spahn will mit einem neuen Gesetz die Psychotherapie neu regeln: Bevor psychisch kranke Menschen zu Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in die Sprechstunde können, sollen sie von einem Experten begutachtet werden. Dieser soll dann auch über die Behandlung entscheiden.

Kritiker warnen nun: So werden Patienten „aussortiert“. Psychotherapeuten machen deshalb gegen Spahns geplante Änderung mobil – eine Petition wurde bereits von mehr als 93.000 Menschen unterschrieben.

1 Was genau will Spahn ändern?

zum Artikel auf bento.de

(ein Angebot der SPIEGEL ONLINE GmbH & Co. KG)

 

6. Dezember 2018

Vorinstanz für psychisch Kranke – Petition gegen Spahns Psychotherapie-Neuregelung

Mehr als 70 000 Menschen haben eine Petition unterschrieben, mit der sie eine geplante Neuregelung der Psychotherapie in Deutschland ablehnen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will mit seinem aktuellen Versorgungsgesetz veranlassen, dass Menschen, die sich um eine Therapie bemühen, künftig zuerst mit bestimmten Ärzten oder Therapeuten reden müssen. Diese Mediziner sollen dann entscheiden,

zum Artikel auf Süddeutsche.de

Psychotherapeuten wehren sich gegen Spahns Pläne

Psychotherapeuten in Niedersachsen haben bereits rund 65.000 Unterschriften gegen das von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geplante Gesetz zum Terminservice in Praxen gesammelt. Damit ist die Hürde genommen, dass die Forderungen im Petitionsausschuss des Bundestages öffentlich vorgetragen werden können. Die Kritik der Therapeuten richtet sich vor allem dagegen,