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Neues von der  gesundheits- und berufspolitischen Bühne

 

 

Dezember 2018

Medien-Echo auf Petition  an Bundestag Nr. 85363 gegen Versorgungssteuerung  – Kleiner Text unserer 2. Vorsitzenden Reinhild Temming führt zu Schneeballeffekt bei Unterschriften

Welcher Text? 

Zur Petition – bis 13.12.2018 von rund 200.000 Bürgern unterzeichnet (ca 40.000 auf Papierlisten) – eine der größten Bundestagspetitionen, die es je gab

 

15. Dezember 2018

Die verkannte Not der psychisch Kranken

(…)

Die Empörung ist enorm: Mehr als 200 000 Menschen haben sich in den vergangenen Wochen gegen ein Vorhaben des Gesundheitsministeriums ausgesprochen – oder besser gesagt, gegen einen kurzen Passus darin. Es könnte die größte Petition sein, die je beim Bundestag eingereicht wurde.

Warum der Aufschrei? Eigentlich hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit seinem geplanten Terminservice- und Versorgungsgesetz Gutes im Sinn: Patienten sollen nicht mehr monatelang auf einen Arzttermin warten müssen, sie sollen besser versorgt werden. Auch psychisch kranke Menschen. Sie sollen, wenn es nach Spahn geht, künftig zuerst ein Vorgespräch führen – mit einem Arzt, den sie nicht kennen, den sie nicht selbst aussuchen und den sie vermutlich nie wieder sehen. Dieser Arzt soll dann entscheiden, wann und wo sie eine Therapie bekommen. Es wäre eine Art Vorsortierung: Wer ist kränker? Wer kann warten?

(…)

Mehr Kassenzulassungen werden gebraucht

Zwar kann von einer allgemeinen Akzeptanz psychischer Erkrankungen nicht die Rede sein, solange Lehramtsanwärter keine Therapeuten aufsuchen, weil sie um ihre Verbeamtung fürchten, und solange Menschen ihre Depression vor Kollegen oder sogar vor der Familie geheim halten; dennoch hat sich in den vergangenen Jahren vieles zum Positiven verändert. Psychische Krankheiten werden ernst genommen und häufiger angesprochen, auch dank prominenter Vorbilder, die wie der Fußballer Sebastian Deisler oder die US-Sängerin Lady Gaga ihre Depressionen öffentlich machen. Die neue Sensibilität, die neue Bereitschaft, sich Hilfe zu suchen, wirkt sich aber auch auf die Knappheit der Therapieplätze aus.

zum Artikel auf Sueddeutsche.de auf der Titelseite

 

14.Dezember 2018

Vergabe von Therapieplätzen Das fragwürdige Argument des Ministers Spahn

„Mehr Psychotherapeuten schaffen mehr Nachfrage“ – es ist eines von Spahns Kernargumenten für sein neues Gesetz. Doch die von ihm genannten Kronzeugen widersprechen entschieden.

(…)

Unser Fazit: Am Ende bleiben Verwirrung – und große Zweifel.

Eine Kernthese, die Minister Spahn für seine Neuregelung der Psychotherapie präsentiert, kann sein Ministerium nicht belegen. Im Gegenteil: Es präsentiert Kronzeugen, die von vermeintlichen Studien nichts wissen wollen – und auch noch entschieden widersprechen.

zum Artikel auf ZDF.de heute

 

 

 

 

 

13. Dezember 2018

71. Sitzung des Deutschen Bundestags

zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TVG)

live in der Mediathek des Parlamentsfernsehens und danach als Video

 

Umstrittenes Terminvergabegesetz Dafür muss Jens Spahn viel Kritik einstecken

Ein Gesetzesentwurf von Gesundheitsminister Spahn sorgt für Aufruhr: Menschen, die einen Facharzt benötigen, sollen zunächst bei einem Arzt vorstellig werden, der ihre Lage beurteilt. Eine Horrorvorstellung vor allem für psychisch Kranke.

(…)

Und die Kritik kommt aus beinahe allen Fraktionen. Der AfD-Abgeordnete Robby Schlund bemängelt, „Menschen mit komplexen psychischen Probleme werden sich unwahrscheinlich einer dritten Person zeigen“. Auch Christine Aschenberg-Dugnus von der FDP hält das für eine „zusätzliche Hürde“. Psychisch Kranken falle es „überhaupt schwer, darüber zu reden“. Es sei ein „Nadelöhr“, wenn sie sich einem „Behandler öffnen müssen, den sie überhaupt nicht kennen“. Kirsten Kappert-Gonther von den Grünen verweist auf den massiven Widerstand, den das Gesetz schon vor der Beratung im Bundestag ausgelöst habe. Die Petition gegen den Entwurf zeige, dass  Spahn „mindestens 200.000 Menschen gegen sich aufgebracht“ habe. „Menschen in einer seelischen Krise brauchen Unterstützung und keine zusätzlichen Hürden“, so die Grünen-Abgeordnete.

(…)

Die Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung spricht gar von einer „Diskriminierung psychisch kranker Menschen“ und einem „ersten Schritt zur Abschaffung der freien Arztwahl“. Erhebliche Probleme erwartet auch die Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten (VAKJP). Wenn junge Menschen von mehreren Therapeuten „angesehen und beurteilt“ werden, so Helene Timmermann, Vorsitzende des Verbandes, würde sich Misstrauen einstellen. Der Weg zu einer Behandlung würde so erschwert. „Besonders Jugendliche tun sich oft schwer, Hilfe in Anspruch zu nehmen“, sagt Timmermann. (Hervorhebung R.T.)

zum Artikel auf n-tv.de

 

Terminservice- und Versorgungsgesetz: Änderungen bei gestuftem Zugang zur Psychotherapie wahrscheinlich

Berlin – Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) von Bundesgesundheits­minister Jens Spahn (CDU) dürfte noch in zahlreichen Punkten im Laufe des Gesetzgebungs­verfahrens verändert werden. Ein Punkt darunter wird die umstrittene geplante zusätzliche „gestufte und gesteuerte Versorgung vor einer psychothera­peutischen Behandlung“ sein, wie heute die erste Lesung im Bundestag aufgezeigt hat. Das Gesetz soll voraussichtlich im Frühjahr 2019 in Kraft treten. Der Bundesrat muss nicht zustimmen.

(…)

Weg mit der Regelung

Viele Abgeordnete sowohl von der SPD als auch der Oppositionsfraktionen sprachen sich in der Debatte im Parlament dafür aus, die Regelung zu streichen. Heute Morgen sei eine der erfolgreichsten Petitionen aller Zeiten beim Bundestag eingereicht worden, sagte Kirsten Kappert-Gonther (Grüne). Spahn habe es mit seinem Ansinnen geschafft, fast 200.000 Menschen „gegen sich aufzubringen“. „Kranken Menschen dürfen keine zusätzlichen Steine in den Weg gelegt werden“, sagte sie. Den Passus des zusätzlichen Zugangs zur Psychotherapie bezeichnete sie als „emotionale Zumutung“. Der Passus gehöre gestrichen.

(…)

Große Reform in der Psychotherapie notwendig

„Das, was jetzt im Gesetzestext ist, ist nicht geeignet, Vertrauen zu schaffen“, sagte Karl Lauterbach (SPD) mit Blick auf die Regelung der gestuften Versorgung. Aus seiner Sicht müsse eine große Reform vorbereitet werden. Diese müsse sich mit der Frage von zu wenigen Zulassungen und der Frage der Honorierung beschäftigen. „Es ist so, dass sich die Vergütung zu wenig nach der Schwere der Erkrankung richtet“, sagte Lauterbach. Eine solche Reform brauche mehr Zeit und müsse mit Verbänden und Betroffenen diskutiert werden. „Wir werden zu einer gemeinsamen Lösung kommen und sie sind zu wichtig für einen Schnellschuss“, so der SPD-Gesundheitspolitiker, der viele andere Regelungen wie den Ausbau der Terminservicestellen im TSVG begrüßte. Das führe auch zu einer schnelleren Terminvermittlung für Psychotherapiepatienten.

zum Artikel auf aerzteblatt.de

 

Pressemitteilungen der Bundespsychotherapeutenkammer. Spahnscher Irrtum 1-3

Spahnscher Irrtum 1 – Reloaded:

„Wartezeiten sind dort am längsten, wo die meisten Psychotherapeuten sind.“

Gesundheitsminister Jens Spahn hatte schon am 26. September 2018 im Bundestag behauptet:

„Die Stadt mit dem höchsten Versorgungsgrad in der psychotherapeutischen Versorgung ist Freiburg; die Stadt mit den längsten Wartezeiten ist – Freiburg.“ (Protokoll Deutscher Bundestag, 51. Plenarsitzung)

Jetzt hat er diese These im ARD-Morgenmagazin (12. Dezember 2018) noch einmal wiederholt:

„Wir müssen gleichzeitig feststellen, dass in den Regionen, wo die meisten Psychotherapeuten sind, ihr Angebot machen, wir auch die längsten Wartezeiten haben.“

Dieser Spahnsche Irrtum, den die Bundespsychotherapeutenkammer schon am 28. September 2018 korrigiert hatte, wird auch durch Wiederholung nicht richtig.

Richtig ist:

zu den Pressemitteilungen auf BPtK.de

 

Spahn wirbt im Bundestag für Gesetzespaket zur besseren Versorgung von Patienten

Berlin (AFP) – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat im Bundestag für sein Gesetzespaket zur besseren Versorgung von Patienten geworben. Bei dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) gehe es um „konkrete und im Alltag spürbare Verbesserungen“ für die Patienten, sagte Spahn am Donnerstag. Dafür brauche es auch gute Rahmenbedingungen für die tägliche Arbeit und eine angemessene Vergütung von Ärzten, Apothekern und Pflegekräften.
(…)
Der Minister ging auch auf die Kritik an seinem Vorhaben zur Neuregelung bei psychotherapeutischen Behandlungen ein. Wenn das Ergebnis der Debatte sei, dass die vorgeschlagene Regelung „verbesserungsfähig“ sei, „prima – ich bin der erste, der für eine Verbesserung zu haben ist“, zeigte sich Spahn erneut kompromissbereit.

Vergabe von Therapieplätzen Neue Hürde für psychisch Kranke?

Therapeuten protestieren, eine Online-Petition läuft: Pläne von Gesundheitsminister Spahn, die psychotherapeutische Versorgung neu zu regeln, stoßen auf Widerstand. Worum geht’s?

Das ist der Auslöser des Streits

Stein des Anstoßes ist, dass mit dem geplanten Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) neue Regelungen für den Zugang zu psychotherapeutischer Behandlung geplant sind. Mit dem Gesetzentwurf will Spahn erreichen, dass Versicherte schneller Arzttermine bekommen. Im Bereich Psychotherapie ist eine „gestufte Steuerung“ von Hilfesuchenden geplant: Ausgesuchte Ärzte und Therapeuten sollen in Voruntersuchungen entscheiden, welchem Hilfs- oder Therapieangebot die Betroffenen zugeführt werden sollen. Heute hat der Bundestag in erster Lesung darüber debattiert.

zum Artikel auf ZDF heute

 

Berlin. Im Streit um Reformen bei der Behandlung psychisch Kranker hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Kompromissbereitschaft signalisiert. Spahn sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), damit betroffene Patienten schneller einen Termin beim Psychotherapeuten bekämen als bisher, müsse die Versorgung vor Ort besser koordiniert werden. „Damit wollen wir den Patienten eine unnötige Odyssee von einer Arztpraxis zur anderen ersparen“, betonte er und fügte dann hinzu: „Wie wir dieses Ziel am besten erreichen, werden wir im weiteren Beratungsverlauf diskutieren und die konkrete Formulierung dann überarbeiten.“

zum Artikel in Hannoversche Allgemeine

 

Spahn im Streit um Psychotherapie-Reform kompromissbereit: Es müsse über weitere Schritte gesprochen werden

Im Streit um Reformen bei der Behandlung psychisch Kranker hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Kompromissbereitschaft signalisiert. Damit Patienten schneller einen Termin beim Psychotherapeuten bekämen als bisher, müsse die Versorgung vor Ort besser koordiniert werden, sagte Spahn dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland”. “Damit wollen wir den Patienten eine unnötige Odyssee von einer Arztpraxis zur anderen ersparen”, sagte er und fügte hinzu: “Wie wir dieses Ziel am besten erreichen, werden wir im weiteren Beratungsverlauf diskutieren und die konkrete Formulierung dann überarbeiten.”

zum Artikel auf FuldaInfo.de

 

Psychoterror

Psychotherapie Jens Spahns Reformpläne für die Suche nach einem Therapeuten sind reine Schikane

Ein Mann geht zum Arzt, in seinem Ohr fiept es. Fragt der Arzt (im Rahmen der Besuchspauschale, bei einem Mann um die 50 sind das 30,66 Euro pro Quartal), was los ist, ob er Stress hat. Klingt wie ein Witz, zugegeben, Männer gehen nur im Notfall zum Arzt, viel seltener als Frauen. In diesem idealen Fallbeispiel führt der Arzt nun ein „problemorientiertes Gespräch“, für das er alle zehn Minuten zusätzlich knapp zehn Euro abrechnen darf. Der Mann, der wegen Ohrenfiepens kam, weint jetzt plötzlich, der Arzt fragt, ob der Patient schon einmal über eine Psychotherapie nachgedacht hat. Männer sind noch größere Therapiemuffel, wahrscheinlicher ist jetzt also, dass der Mann sich krankschreiben lässt, dann weitermacht wie bisher, Ende offen, dabei – Stichwort toxische Männlichkeit – könnten Gespräche helfen?

zum Artikel auf Freitag.de

 

12. Dezember 2018

ARD-Morgenmagazin – Nach heftiger Kritik: Spahn rudert bei Neuregelung für Psychotherapien zurück

Das von Gesundheitsminister Jens Spahn geforderte Terminservice und -vergabegesetz (TSVG) steht vor allem in Sachen Psychotherapien in der Kritik. Für psychisch Kranke birgt es allerdings Gefahren. Nun rudert Spahn zurück und zeigt sich offenbar kompromissbereit.

Mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) sollen gesetzlich versicherte Patienten in Zukunft schneller einen Arzttermin bekommen. Der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung soll noch mehr Angebote enthalten.

(…)

Nach heftiger Kritik zeigt sich Spahn an seinen Plänen zur Neuregelung bei psychotherapeutischen Behandlungen nun offenbar kompromissbereit. „Ich schließe nicht aus, dass wir andere Regelungen finden“, sagte Spahn.
zum Artikel auf Focus.de

Psychotherapie rettet Leben

Die strikte Begrenzung von Kassensitzen für Psychotherapeuten hält die Zahl der Therapieplätze künstlich knapp. Gesundheitsminister Spahn scheint zu glauben, unter psychisch Kranken wären massenweise Hypochonder. Das ist unzeitgemäß und gefährlich.

Kommentar von Barbara Vorsamer

Antriebslosigkeit gehört zu den typischen Symptomen einer Depression, die neben Angststörungen die häufigste psychische Erkrankung in Deutschland ist. Betroffene haben keine Kraft,

zum Kommentar auf Süddeutsche.de

Zugang Psychotherapie – Spahn bereit für weitere Gespräche

BERLIN. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat seine Pläne für eine bessere Steuerung beim Zugang zur Psychotherapie verteidigt. Im ARD-„Morgenmagazin“ wies er am Mittwoch daraufhin, dass in den Regionen mit den meisten Psychotherapeuten gleichzeitig die längsten Wartezeiten zu verzeichnen seien. „Das zeigt doch, dass da irgendwas in der Steuerung nicht so funktioniert, wie es soll.“

Dass es in Deutschland offenbar einen großen Bedarf an Psychotherapie gibt, zeigen einem „Bild“-Bericht zufolge neue Zahlen aus dem Bundesarbeitsministerium. Demnach fehlten im vergangenen Jahr an 107 Millionen Tagen Arbeitnehmer infolge psychischer Erkrankungen. Zehn Jahre zuvor habe die Fehlzeit noch 48 Millionen Tage betragen. (bar/ths)

zum Artikel auf ÄrzteZeitung.de

 

Kommentar zu Spahns Psychotherapie-Pläne: Nicht noch mehr Bürokratie!

Die Diskussion um den Zugang zum Psychotherapeuten nimmt weiter Fahrt auf. Damit hatte wohl der Gesundheitsminister nicht gerechnet. Jens Spahn beeilte sich am Mittwoch, festzustellen, dass er bereit sei, seine Pläne nachzubessern. Voraussetzung: Es gibt bessere Vorschläge.

zum Kommentar auf ÄrzteZeitung.de

 

Gesetzentwurf Psychotherapeuten wehren sich gegen Spahns Patientenkontrolle

Speziell ausgebildete Experten sollen künftig entscheiden, wer in Deutschland eine Psychotherapie bekommt. So will es zumindest Gesundheitsminister Jens Spahn – und löst damit einen Proteststurm aus.

(…)

Die Psychotherapeutin Ariadne Sartorius hatte die Idee für die Petition. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE erklärt sie, wie es dazu kam und wo Jens Spahn sich aus ihrer Sicht irrt.

SPIEGEL ONLINE: Der Gesundheitsminister will, dass künftig speziell ausgebildete Experten entscheiden, wer welche Psychotherapie bekommt. Gerade Menschen mit schwerwiegenden Problemen sollen so schneller Hilfe bekommen. Was ist so schlecht daran?

zum Artikel auf Spiegel.de

 

Video: Bundesgesundheitsminister Spahn verteidigt Pläne zur Neuregelung

12.12.18 | 03:53 Min. | Verfügbar bis 12.12.2019

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat seine Pläne zur Neuregelung in der Psychotherapie verteidigt. Es gehe ihm darum, dass Patienten möglichst schnell einen Behandlungstermin erhielten. „Heute ist es immer noch so, trotz aller Maßnahmen der letzten Jahre, dass Kranke etwa mit einer Depression, die dringend eine Behandlung brauchen, diese zu oft nicht bekommen und lange warten.“ Oft würden Patienten dann in Kliniken eingewiesen. Das mache es dann noch schwieriger den Menschen eine angemessene Behandlung zukommen zu lassen. Deswegen wolle er steuern und koordinieren, damit wirklich Kranke eine Behandlung bekämen. Künftig soll deshalb ein

zum Video auf DasErste.de

Video: Notstand Psychotherapie

12.12.18 | 01:46 Min. | Verfügbar bis 12.12.2019

Jeder dritte Patient in Deutschland wartet bis zu einem Dreivierteljahr auf den Beginn einer Psychotherapie. Jeder Versicherte hat ein Recht auf eine Akutsprechstunde bei einem Therapeuten. Doch danach findet sich oft kein Therapieplatz.

zum Video auf DasErste.de

 

11. Dezember 2018

Viele Berichte nach Pressekonferenz der Bundespsychotherapeutenkammer am gestrigen 10. Dezember

Video – Psychotherapeuten beklagen langes Warten auf Therapieplätze

auf tagesschau.de

Psychisch Kranke – Auf die Diagnose folgt oft keine Therapie

Die Akutsprechstunde beim Psychotherapeuten war 2017 eingeführt worden, um psychisch Kranken besser zu helfen. Eigentlich eine gute Sache. Das Problem: Den ersten Termin beim Arzt gibt’s schnell, den zweiten oft gar nicht.

Psychotherapeuten bewerten die im vergangenen Jahr eingeführte Akutsprechstunde grundsätzlich positiv. Sie sei „ein überaus großer Erfolg“, erklärte Dietrich Munz, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer. Als Beleg führt er unter anderem an, dass vermehrt Menschen mit psychischen Problemen zum Arzt kommen würden, die bislang wegen der langen Wartezeiten gar nicht erst versucht hätten, einen Termin zu bekommen.

zu Artikel und Video auf tagesschau24.de

inkl. Video mit Inteview Kirsten Kappert-Gonther, Bündnis 90/Die Grünen, zur geplanten Reform der Psychotherapie-Bedarfsplanung

Für psychisch Kranke fehlen Therapieplätze

  • Seit 2017 hat jeder Patient das Recht auf eine Akutsprechstunde beim Therapeuten. Das hilft Menschen, die unter einer schweren psychischen Krankheit leiden.
  • 40 Prozent aller Patienten bekommen nach einer solchen Sitzung keinen Therapieplatz. Jeder dritte Patient wartet ein halbes oder ein Dreivierteljahr auf den Beginn einer tatsächlichen Therapie.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will veranlassen, dass künftig ausgewählte Ärzte und Therapeuten Patienten untersuchen, noch bevor sie eine Praxis besuchen.
  • Psychotherapeuten protestieren gegen eine solche Instanz, die über die Schwere der Krankheit entscheiden soll. Sie würde Patienten eher abschrecken.

(…)

Damit Menschen mit schweren Erkrankungen schneller behandelt werden, will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nun veranlassen, dass künftig ausgewählte Ärzte und Therapeuten Patienten untersuchen, noch bevor sie eine Praxis besuchen. Es wäre eine Art Vorauswahl: Je schwerer das Problem, desto schneller gibt es einen Termin. Doch Psychotherapeuten protestieren gegen eine solche Instanz, die über die Schwere der Krankheit entscheiden soll. Sie würde Patienten eher abschrecken. Auch der Bundesrat und der Sachverständigenrat für Gesundheit lehnen so eine zusätzliche Hürde ab. Eine Petition gegen den Passus hat bereits mehr als 125 000 Unterzeichner. Stattdessen wünscht sich die Therapeutenkammer zusätzliche psychologische Praxen auf dem Land. Hier sollte es keine Grenze mehr geben, fordert Munz.

In Eberswalde beendet Therapeut Matthias Bachmann sein Wartezimmergespräch nach fünf Minuten. Er schickt die Frau wieder fort, wieder einmal mit schlechtem Gewissen. Aber seine Praxis ist voll.

zum Artikel auf Süddeutsche.de

 

Pläne zur Psychotherapie:  „Spahns Vorstoß ist eine Zumutung für psychisch Kranke“

Der Gesundheitsminister will eine zusätzliche Voruntersuchung vor Bewilligung von Therapien. Die Vereinigung der Psychotherapeuten übt Kritik. Ein Interview.

Frau Lubisch, nach den Vorstellungen von Gesundheitsminister Jens Spahn sollen sich Patienten vor Bewilligung einer Therapie von Experten voruntersuchen lassen. Erst danach würden sie an die eigentlichen Therapeuten weitergeleitet werden. Was bedeutet das für psychisch kranke Menschen?

Der Vorstoß von Jens Spahn ist eine Zumutung für psychisch kranke Menschen. Es entstehen zusätzliche Hürden auf dem Weg zu einem Therapieplatz – und zusätzliche Anstrengungen. Für Patienten mit psychischen Leiden ist es oft ohnehin schwer genug, sich einem Therapeuten zu öffnen. Nun sollen sich diese Menschen einer weiteren Person anvertrauen, die dazu keine Therapie übernehmen wird. Die Zwischeninstanz sorgt für zusätzliche Unsicherheit auf dem Weg zu einem Therapieplatz. Sich als besonders krank darstellen zu müssen, um einen Therapieplatz zu bekommen, schafft eine besonders schwierige Situation. Der Vorschlag des Gesundheitsministers ist schlicht befremdlich.

zum Interview auf Tagesspiegel.de

 

TSVG: Psychotherapeuten werfen der Koalition Diskriminierung vor

Die Psychotherapeuten laufen Sturm gegen das TSVG. Sie fordern gleiche Rechte für ihre Patienten.

BERLIN. Die Psychotherapeuten liegen über Kreuz mit Plänen der Koalition. Die will, dass Patienten schneller an Termine für Behandlungen kommen. Dafür will sie den Zugang zur Psychiatrie neu regeln. Vor der eigentlichen Behandlung soll eine zusätzliche Begutachtung über die Dringlichkeit stehen.

Die Therapeuten sind sauer über diesen Passus im Entwurf des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG), das am Freitag im Bundestag beraten werden soll: „Menschen mit psychischen Erkrankungen haben das gleiche Recht auf freie Wahl ihres Behandlers wie somatische Patienten“, sagte der Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (bptk) Dr. Dietrich Munz am Dienstag in Berlin. Alles andere sei eine Diskriminierung psychisch kranker Menschen.

(…)

Genug gesteuert?

  • 42,2 Prozent der Patienten in der psychiatrischen Sprechstunde werden nicht weiter behandelt.
  • 57,8 Prozent werden in die Akutbehandlung, die Kurz- oder Langzeittherapie gesteuert.
  • 32,2 Prozent warten nach der Sprechstunde zwei bis drei Quartale auf den Beginn der Behandlung.

Quelle: Bundespsychotherapeutenkammer

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Zeichen stehen auf Regulierung

zum Artikel auf ÄrzteZeitung.de

Psychotherapeutische Sprechstunde steuert die Versorgung

Berlin – Mit der psychotherapeutischen Sprechstunde wurde eine Möglichkeit geschaffen, die Versorgung von Menschen mit psychischen Beschwerden zu steuern. Dieses Fazit zieht die Bundes­psycho­therapeuten­kammer (BPtK) aufgrund einer Auswertung von rund 240.000 Abrechnungsdaten von Patientinnen und Patienten, die im zweiten Quartal 2017 erstmals in einer Sprechstunde waren.

„Die im April 2017 eingeführte psychotherapeutische Sprechstunde erfüllt ihren Zweck. Sie bietet flächendeckend eine diagnostische Abklärung und eine Beratung der Ratsuchenden, was notwendig ist – je nach Dringlichkeit und Schwere ihrer Beschwerden“, erklärte der Präsident der BPtK, Dietrich Munz, heute vor der Presse in Berlin.

zum Artikel auf Arzteblatt.de

 

Psychotherapeuten fordern Sofortprogramm für Patienten

Kurz vor der Beratung eines Gesetzes für eine bessere Patientenversorgung fordern Deutschlands Psychotherapeuten ein Sofortprogramm für psychisch kranke Menschen. Dies solle mit dem geplanten Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kommen. Laut Bundestag soll das TSVG an diesem Freitag erstmals im Parlament beraten werden. Der Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), Dietrich Munz, kritisierte am Dienstag in Berlin, trotz des Erfolgs der sogenannten psychotherapeutische Sprechstunde müssten psychisch kranke Menschen noch viel zu lang auf eine Kurz- oder Langzeittherapie warten.
Quelle: handelsblatt.de

 

Petition gegen Therapiebeschränkungen

Berlin (kobinet) Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen/Behinderungen sollen nach Informationen des Inklusionsbotschafters Thomas Künneke weiter in ihrem Selbstbestimmungsrecht eingeschränkt werden. Nachweislich ist für viele Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen/Behinderungen eine ambulante Therapie oft die Form der Unterstützung, die es ihnen ermöglicht, am Leben in der Gesellschaft teilzuhaben. Der Zugang zu solchen Unterstützungsangeboten soll nun durch das neue Terminservice- und Versorgungsgesetz erheblich eingeschränkt werden, berichtet er gegenüber den kobinet-nachrichten.

(…)

zum Artikel auf kobinet.de

(Kooperation Behinderter im Internet)

 

10. Dezember 2018

Proteststurm gegen Spahns Gesetzespläne Hürdenlauf für psychisch Kranke?

Gesundheitsminister Spahn will psychisch Kranke vor ihrer Therapie künftig von anderen Experten „voruntersuchen“ lassen. Dagegen regt sich heftiger Protest.

Mit Petitionen hat Jens Spahn so seine Erfahrungen. Nachdem der CDU-Politiker vor einem Dreivierteljahr kundgetan hatte, dass Hartz IV nicht gleichbedeutend mit Armut sei, verlangten 210.000 Unterzeichner von ihm, selber mal einen Monat lang vom Arbeitslosengeld II zu leben. Spahn weigerte sich, versuchte das Thema mit der Initiatorin bei Kaffee und Kuchen abzumoderieren, trug politische Blessuren davon. Im September verlangten dann 224.000 Menschen von ihm, die Berufssituation von Physiotherapeuten und anderen Heilberuflern zu verbessern. Hier reagierte der Minister sofort, eine eilig gestrickte Reform soll bereits im Frühjahr 2019 in Kraft treten.Minister will „gesteuerte Versorgung“Drei Monate später – Spahn ist grade zurück vom Hamburger CDU-Parteitag – erwarten ihn schon wieder 130.000 Unterschriften. Diesmal geht es um
zum Artikel auf Tagesspiegel.de (Berlin)

Depressionskranker warnt: Herr Spahn, Ihr neues Gesetz gefährdet Menschenleben!

Mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz sollen Versicherte in Zukunft schneller an einen Arzttermin kommen. Ende September hat Gesundheitsminister Jens Spahn einen entsprechenden Gesetzesentwurf eingebracht. Doch es regt sich Widerstand. Für psychisch Kranke birgt das Gesetz Gefahren.
(…)
Der Protest ist laut, aber er muss noch lauter werden. Denn es geht um Menschen, die dringend der Hilfe bedürfen und nicht eines Psychologen, der über „Therapie“ oder „nicht Therapie“ entscheiden soll. Zumal das mit einem Vorgespräch noch lange nicht klar ist, oft bedarf es erst mehrerer Sitzungen, um die Problematik zu erkennen.

Frau fleht Jens Spahn an: Für Menschen mit Depressionen „wäre dieses Gesetz eine Katastrophe“

Ein neuer Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sorgt für Wirbel: Er will die Psychotherapie neu regeln – eine Betroffene macht ihrem Ärger jetzt Luft.

Jeder hat schwermütige Phasen. Dauern diese aber länger an, kann eine Krankheit dahinterstecken. Wer eine Depression vermutet, findet zuerst Hilfe bei seinem Hausarzt und später bei einem Facharzt. Doch Betroffene hadern oft Jahre damit, zum Arzt zu gehen. Die Angst, nicht ernst genommen oder von Freunden und Kollegen als seltsam wahrgenommen zu werden, hindert sie daran.

zum Artikel auf merkur.de

(Münchener Zeitungsverlag)

 

9. Dezember 2018

Jens Spahn will Psychotherapie neu regeln – eine Katastrophe für Betroffene!

Jens Spahn will mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz die Vergabe von Psychotherapieplätzen neu regeln. Unsere Autorin weiß aus eigener Erfahrung, dass dieser Gesetzesentwurf eine Katastrophe für Betroffene wäre.

Seitdem Jens Spahn Bundesgesundheitsminister ist, glänzt er nicht gerade mit realitätsnahen Gedankengängen. Eins von vielen Beispielen: Mit Hartz IV habe „jeder das, was er zum Leben braucht“. Vielleicht sind es auch Aussagen wie diese, die ihm am Freitag den Sieg bei der Wahl für den CDU-Parteivorsitz gekostet haben. Momentan fällt er eher für die darauffolgenden Shitstorms auf als mit seiner Gesundheitspolitik. Und auch ein aktueller Gesetzesentwurf, den er vorgelegt hat, geht mal wieder vollkommen an der Realität vorbei: Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) soll für schnellere Termine und bessere Versorgung sorgen. Klingt erst mal super, aber für Hilfesuchende mit psychischen Erkrankungen wäre dieses Gesetz eine Katastrophe.

zum Gastartikel im Portal Neon auf Stern.de

 

7. Dezember 2018

(….)Fazit

Therapeutenverbände, rund 90.000 Unterzeichner einer Petition, die bayerische Gesundheitsministerin und der Bundesrat: Sie alle sind gegen einen umstrittenen Abschnitt in Spahns Gesetzentwurf. Die Befürchtung: Für psychisch Kranke könnte die Versorgung komplizierter werden.

Spahns Ministerium hat eine Antwort angekündigt – will vor der 1. Lesung im Bundestag aber nichts Genaues dazu sagen.

zum Artikel auf BR24

Gesundheitsminister Jens Spahn will mit einem neuen Gesetz die Psychotherapie neu regeln: Bevor psychisch kranke Menschen zu Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in die Sprechstunde können, sollen sie von einem Experten begutachtet werden. Dieser soll dann auch über die Behandlung entscheiden.

Kritiker warnen nun: So werden Patienten „aussortiert“. Psychotherapeuten machen deshalb gegen Spahns geplante Änderung mobil – eine Petition wurde bereits von mehr als 93.000 Menschen unterschrieben.

1 Was genau will Spahn ändern?

zum Artikel auf bento.de

(ein Angebot der SPIEGEL ONLINE GmbH & Co. KG)

 

6. Dezember 2018

Vorinstanz für psychisch Kranke – Petition gegen Spahns Psychotherapie-Neuregelung

Mehr als 70 000 Menschen haben eine Petition unterschrieben, mit der sie eine geplante Neuregelung der Psychotherapie in Deutschland ablehnen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will mit seinem aktuellen Versorgungsgesetz veranlassen, dass Menschen, die sich um eine Therapie bemühen, künftig zuerst mit bestimmten Ärzten oder Therapeuten reden müssen. Diese Mediziner sollen dann entscheiden,

zum Artikel auf Süddeutsche.de

Psychotherapeuten wehren sich gegen Spahns Pläne

Psychotherapeuten in Niedersachsen haben bereits rund 65.000 Unterschriften gegen das von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geplante Gesetz zum Terminservice in Praxen gesammelt. Damit ist die Hürde genommen, dass die Forderungen im Petitionsausschuss des Bundestages öffentlich vorgetragen werden können. Die Kritik der Therapeuten richtet sich vor allem dagegen,

zum Artikel auf NDR.de

Psychotherapeuten machen gegen Spahn mobil

Versicherte sollen schneller an Arzttermine kommen. Das ist das Ziel des neuen Terminservice- und Versorgungsgesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn, das im Dezember im Bundestag beraten wird. Was zunächst gut klingt stößt aber bei Medizinern auf heftige Gegenwehr.

Jetzt melden sich die Psychotherapeuten zu Wort. Sie kritisieren in Spahns Gesetzesentwurf einen Passus, nach dem Patienten sich künftig nicht mehr aussuchen können, welche Therapeuten sie aufsuchen möchten.

zum Artikel auf Schwäbische.de

Petition der Psychotherapeuten zum Termin- und Servicegesetz erreicht Quorum vor Zeichnungsende

Berlin – Mit mehr als 68.500 (Stand heute, 15.15 Uhr) Zeichnungen hat die Petition der Psychotherapeutenverbände an den Bundestag gegen die Verschlechterung des freien Zugangs zur psychotherapeutischen Versorgung das notwendige Quorum erreicht. Wie die Petenten heute mitteilten, liegen weitere 4.300 Unterschriften von ausgelegten Listen vor. Ab 50.000 Stimmen wird eine Petition im Petitionsausschuss des Bundestags öffentlich beraten.

zum Artikel im Deutschen Ärzteblatt

Erfolgreiche Petition gegen das TSVG

Die Petition gegen das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) hat bereits nach kurzer Zeit mehr als die notwendigen 50.000 Unterschriften gesammelt.

BERLIN. Wie die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) mitteilt, hat die Petition gegen das TSVG ausreichend Unterschriften erhalten, damit der Petitionsausschuss zu den Forderungen eine öffentliche Anhörung veranstalten kann. Insgesamt seien in kurzer Zeit mehr als 65.000 Unterschriften gesammelt worden.

zum Artikel in der ÄrzteZeitung

Psychotherapeuten üben Kritik am Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG)

Das geplante Gesetz für schnellere Termine und bessere Versorgung (TSVG) wurde auf dem 33. Deutschen Psychotherapeutentag (DPT) scharf kritisiert. Es beseitige nicht die eigentlichen Probleme und schaffe vielmehr neue bürokratische Hürden für Betroffene, so die Experten.

Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) soll dazu beitragen, dass Patienten schneller einen Termin bei einem Arzt bekommen.

(…)

Das eigentliche Problem sei hingegen die mangelhafte Bedarfsplanung und damit die langen Wartezeiten auf den Beginn einer Richtlinienpsychotherapie, so Munz. Aufgabe der Politik sei es, endlich dafür zu sorgen, dass die durchschnittliche Wartezeit auf den Beginn einer psychotherapeutischen Behandlung verringert werde.

Zudem wies der der Deutsche Psychotherapeutentag die Unterstellung im TSVG ausdrücklich zurück, dass Psychotherapeuten die falschen Patienten, die keine psychotherapeutische Behandlung benötigten, behandelten. Betont wurde auch, dass der Bundesgesundheitsminister hier versuche, Priorisierung, Rationierung und Selektion in der psychotherapeutischen Versorgung zu legitimieren. Die Resolution, „Diskriminierung von psychisch kranken Menschen durch TSVG verhindern“, wurde vom 33. DPT einstimmig beschlossen.

zum Artikel auf Gesundheitsstadt-Berlin.de

 

23. November 2018

TSVG: Bundesregierung hält trotz massiver Kritik an „gestufter und gesteuerter Versorgung“ fest

Die Bundesregierung hat in einer Antwort auf eine Anfrage von MdB Sylvia Gabelmann (DIE LINKE) erklärt, an der „gestuften und gesteuerten Versorgung“ für psychotherapeutische Behandlungen festhalten zu wollen. An dieser Regelung im Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG §62 Abs. 6a) wurde in den letzten Wochen massive Kritik geübt.

Bereits 12 Berufsverbände, die Bundespsychotherapeutenkammer, die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der Gesundheitsausschuss des Bundesrats haben für die Streichung des umstrittenen Abs. 6a plädiert. In der Antwort des Gesundheitsministeriums heißt es, die „gestufte und gesteuerte Versorgung“ sei „erforderlich, um auch bei Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen höherer Schweregrade“ der Gewährleistung eines „zeitnahen Behandlungszugangs gerecht zu werden“.

MdB Sylvia Gabelmann (DIE LINKE) sagt hierzu: „Diese Antwort ist ebenso nichtssagend wie die Gesetzesformulierung- und Begründung. So geht die Bundesregierung bewusst das Risiko ein, dass der Zugang zu psychotherapeutischer Versorgung nicht erleichtert und passgenauer gestaltet, sondern erschwert wird. Die Neuregelung fällt zudem in eine Zeit, in der andere Regelungen für einen leichteren und schnelleren Zugang erprobt werden oder sich bereits in der Praxis bewährt haben.“

Quelle: Sylvia-Gabelmann.de (engagiertes Mitglied des Gesundheitsausschusses des Bundestags)

 

23. November 2018

Neue bürokratische Hürden für psychisch kranke Menschen abgelehnt

Bundesrat zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG)

Der Bundesrat hat heute die im TSVG geplante Reform der Psychotherapie-Richtlinie, die eine gestufte und gesteuerte Versorgung für die psychotherapeutische Behandlung zum Ziel haben soll, abgelehnt. Er befürchtet, dass dadurch neue Hindernisse in der Versorgung für psychisch kranke Menschen geschaffen werden. Er lehnt die Schaffung hierarchischer Zuweisungswege ab, da damit die bestehende Qualifikation der Vertragsärzte und Psychotherapeuten infrage gestellt wird und diesen die Fähigkeit zur indikationsgerechten Versorgung damit abgesprochen wird (Stellungnahme zum Gesetzentwurf eines Gesetzes für schnellere Termine und bessere Versorgung, Bundesratsdrucksache 504/1/18).

Zur Pressemitteilung der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)

 

22. November 2018

G-BA legt Grundlage für kassenfinanzierte Systemische Psychotherapie

In seiner heutigen Sitzung hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) den Nutzen und die medizinische Notwendigkeit der Systemischen Therapie für Erwachsene bestätigt. Damit hat er den Grundstein dafür gelegt, dass Systemische Psychotherapie künftig als Versicherungsleistung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden kann. Mit seinem Beschluss beauftragt das G-BA-Plenum den Unterausschuss Psychotherapie des G-BA, mit den Beratungen zur Erweiterung der Psychotherapie-Richtlinie um die Systemische Therapie zu beginnen.

„Die Anerkennung der Systemischen Therapie durch den G-BA ist eine gute Nachricht für die Patientinnen und Patienten in Deutschland. Das Angebot einer kassenfinanzierten Systemischen Therapie bringt eine wichtige Verbesserung des psychotherapeutischen Behandlungsangebotes“, betont Dr. Björn Enno Hermans, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF). …..

zur gesamten Pressemitteilung der DGSF

 

20. November 2018

Psychothera­peuten beschließen regelhafte Fernbehandlung mit Face-to-face-Diag­nostik

Berlin – Der 33. Deutsche Psychotherapeutentag (DPT) hat entschieden, dass künftig eine Fernbehandlung ergänzend im Rahmen einer Psychotherapie grundsätzlich unter Beachtung besonderer Sorgfaltspflichten eingesetzt werden kann. Eine ausschließliche Fernbehandlung von unbekannten Patienten lehnten die Delegierten aber ab.

„Diagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung der Patienten erfordern aber weiterhin den persönlichen Kontakt“, heißt es nun im neu beschlossenen Paragrafen 5 Absatz 5 der Musterberufsordnung (MBO) für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Damit folgten die Delegierten einem Antrag des Vorstands der Bundes­psycho­therapeuten­kammer (BPtK).

zum Artikel im Ärzteblatt

 

15. November 2018

Psychotherapeuten starten Petition gegen Terminservicegesetz

Berlin – Der Kabinettsentwurf des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) sieht vor, dass besonders qualifizierte Ärzte und psychologische Psychotherapeuten künftig in Voruntersuchungen festlegen, zu welchem Hilfe- oder Therapieangebot Betroffene gehen dürfen. Das hat bereits zu heftiger Kritik von Psychotherapeuten und Ärzten geführt. Ihrer Forderung, die Regelung im Gesetzgebungsverfahren zu streichen, verhelfen drei Psychotherapeutenverbände nun mit einer neuen Petition an den Bundestag Nachdruck.

Aus Sicht des Bundesverbands der Vertragspsychotherapeuten (bvvp), der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV) und der Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten (VAKJP) werden psychisch kranke Menschen mit der geplanten „gestuften Steuerung“ diskriminiert.

zum Artikel im Ärzteblatt

Petition mitzeichnen unter epetitionen bundestag

Weitere Infos und Petitionsmaterial / Unterschriftenlisten zum Download unter bvvp.de

 

18. Oktober 2018

Bessere psychotherapeutische Versorgung für Menschen mit geistiger Behinderung beschlossen

Berlin – Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hat die Psychotherapie-Richtlinie um zusätzliche Regelungen für Menschen mit einer geistigen Behinderung ergänzt. Das teilte das oberste Gremium der gemeinsamen Selbstverwaltung heute mit.

Menschen mit Intelligenzminderungen, die sich in psychotherapeutischer Behandlung befinden, können zukünftig für die Durchführung einer ambulanten Psychotherapie zusätzliche Zeiteinheiten zulasten der Krankenkassen erhalten. Darüber hinaus sind die Möglichkeiten, Bezugspersonen in die ambulante Psychotherapie einzubeziehen, erweitert worden.

zum Artikel im Ärzteblatt

 

21. August 2018

Sofortprogramm für psychisch Kranke in ländlichen Regionen

BPtK zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG)

Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) reicht nicht aus, um psychisch kranken Menschen innerhalb von vier Wochen eine Behandlung bei einem Psychotherapeuten zu vermitteln. „Schnelle Termine für Beratung und Diagnose sind ein erster wichtiger Schritt. Danach ist es jedoch entscheidend, dass überhaupt Behandlungsplätze zu vermitteln sind“, stellt Dr. Dietrich Munz, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), fest. „Unverständlich ist, dass mit dem Gesetz zwar mehr Psychiater, die im Schwerpunkt Medikamente verschreiben, aber nicht insbesondere auch mehr Psychotherapeuten zugelassen werden sollen.“

Psychisch kranke Menschen warten durchschnittlich fünf Monate auf eine psychotherapeutische Behandlung. Besonders lang sind die Wartezeiten in den ländlichen Regionen, in Brandenburg, Niedersachsen und Thüringen. Und auch im Ruhrgebiet gibt es viel zu wenig Psychotherapeuten, weil den Städten zwischen Duisburg und Dortmund nicht die gleiche Anzahl von Behandlungsplätzen wie anderen Großstädten zugestanden wird.

zur Pressemitteilung der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)

 

17. Juli 2018

Systemische Therapie: Bundesregierung fordert G-BA zur zügigen Entscheidung der Zulassung auf

Berlin – Die Bundesregierung hat den Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) aufgefordert, die Beratungen über die Anerkennung der systemischen Therapie zügig abzuschließen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (Drucksache 19/3280) auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag hervor.

Es geht dabei um die Entscheidung, ob die systemische Therapie (ST) in den Leistungskatalog der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung aufgenommen und damit von den Krankenkassen finanziert wird. Diese Entscheidung liegt beim G-BA, über den das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) die Rechtsaufsicht führt.

zum Artikel im Ärzteblatt

 

Vorsorge: Gesundheit wird lange vor der Geburt geprägt

(…) Der mittlerweile emeritierte Trierer Psychobiologe Dirk Hellhammer, der auf vier Jahrzehnte erfolgreiche Stressforschung zurückblickt, sagt, „frühkindliche Einflüsse sind mit Abstand der größte Risikofaktor für stressbezogene Gesundheitsstörungen“. Traumatische Erlebnisse der Mutter während der Schwangerschaft oder des Kindes im ersten Lebensjahr fänden sich „bei etwa 50 bis 70 Prozent aller Patienten mit derartigen Leiden“.

ganzer Artikel auf Süddeutsche.de

In diesem Zusammenhang kann nicht oft genug auf die ACE-Studie (Adverse Childhood Experiences) hingewiesen werden:

ACE-Study-Überblick

Literaturüberblick zu ACE-Studie

 

 

18.06.18

Einführung der IT: Freie Ärzteschaft ruft zum Boykott auf

Die Sanktion in Höhe von einem Prozent, die bei einem Boykott des TI-Anschlusses greift, sollten Ärzte in Kauf nehmen, sagt die stellvertretende Vorsitzende der Freien Ärzteschaft, Dr. Silke Lüder. Man solle den „Bummelstreik weitertreiben“, weil man kurz vor einem Erfolg stehe.

(…..)

Lüder lobte die Mitglieder des Verbands, in den letzten Jahren erfolgreich die Einführung der TI verschleppt zu haben. „Wir sollten diesen Bummelstreik weitertreiben“, sagte sie. Sie sei sicher, dass es auch deswegen nicht gelingen werde, bis Ende dieses Jahres wie vorgesehen alle Praxen in Deutschland an die TI anzuschließen. „Die schaffen das nicht, die werden den Termin verlegen.“ Und damit werde sich der politische Druck erhöhen, das Projekt ganz zu begraben – und stattdessen auf ein für Patienten freiwilliges System umzusteigen, das auf Smartphones und Apps beruht.

(…..)

„Für Patienten ist es wichtig, dass ihr Arzt authentisch ist. Aber das muss ihm durch das Gesundheitssystem ermöglicht werden“, sagte Dietrich. Und Dr. Günther Jonitz, Präsident der Berliner Ärztekammer, sagte, dass der Arzt durch ökonomische Zwänge und durch stetige Delegierung von Verantwortung „zum Letztverantwortlichen für alle Fehler im System geworden ist“. Es würde die Berufszufriedenheit der Ärzte erheblich verbessern, wenn sie aus ökonomischen Zwängen nicht „Unfug“ machen müssten, „um sich richtige Medizin an anderer Stelle leisten zu können“.
Lesen Sie den ganzen Text auf Ärztenachrichtendienst

 

08.06.18

Kommentar zur TI-Anbindung

Hat sich die KBV schon wieder „über den Tisch ziehen lassen“?

(….)

Hintergrund: Die KBV hat sich mit dem GKV-Spitzenverband darauf geeinigt, dass ein Teil der Erstausstattungspauschalen für den Anschluss der Praxen an die Telematikinfrastrauktur (TI) angehoben wird. Im dritten Quartal zahlen die Kassen für den Konnektor nunmehr eine Pauschale von 1.719 Euro und ab dem vierten Quartal 1.547 Euro. Vorher waren ab dem dritten Quartal 790 Euro vorgesehen. Hinzu kommen wie bisher jeweils 435 Euro für ein Kartenterminal. Die übrigen Pauschalen sind ebenfalls unverändert.

Schon wieder Pauschalen und keine Kostenerstattung!

Als Berechnungsgrundlage für die Erstausstattungspauschale wurde im dritten Quartal der Konnektorpreis aus dem Vorquartal genommen und um zehn Prozent auf 1.719 Euro abgesenkt. Dieser Preis wird ab dem vierten Quartal um weitere zehn Prozent auf dann 1.547 Euro reduziert. Wo hier der Realitätsbezug liegt, bleibt verborgen!

Die Erstausstattungspauschalen, die auch die Kosten für ein Kartenterminal umfassen, betragen dann im dritten Quartal 2.154 Euro beziehungsweise 1.982 Euro im vierten Quartal. Vorher waren es jeweils 1.982 Euro. Die gesetzlich vorgesehene vollständige Finanzierung der TI-Anbindung der Praxen ist damit immer noch nicht gewährleistet. Wir tragen als Praxisinhaber weiter das Marktpreisrisiko, zumal KBV und Krankenkassen erneut davon ausgehen, dass es in den nächsten Monaten mehrere Anbieter von Konnektoren geben wird und dies zu einer Senkung der Angebotspreise führt.

(…)

zum ganzen Text beim Ärztenachrichtendienst

 

01.06.18

Gemeinsamer Bundes­aus­schuss: BMG veröffentlicht drei Reform-Gutachten

Berlin – Drei Gutachten und ein Streit: Die seit Monaten angemahnten Gutachten zur verfassungsrechtlichen Legitimation des Gemeinsamen Bundesauschusses (G-BA) hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) heute auf seiner Webseite veröffentlicht.

Zum Inhalt der Gutachten sowie dem weiteren Umgang mit ihnen weicht der Hinweis des Ministeriums kaum von den Antworten der parlamentarischen Antworten zu Anfragen aus der FDP-Fraktion ab.

zum Text beim Ärzteblatt

Das gleiche Thema beim Ärztenachrichtendienst:

Gutachten zum G-BA veröffentlicht

„Keine verfassungsrechtliche Legitimation“

Die Beharrlichkeit der FDP zahlt sich aus: Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) veröffentlicht drei von ihm beauftragte Gutachten zur verfassungsrechtlichen Legitimation des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Es hatte sie bereits im Dezember 2016 in Auftrag gegeben und bislang der Öffentlichkeit vorenthalten. Die darin getätigten Aussagen sind zum Teil äußerst brisant.

Es ist ein voller Erfolg für Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Andrew Ullmann (FDP). Monatelang hat er angemahnt, dass die Gutachten nicht öffentlich zugänglich seien. Zuletzt stellte Ullmann Anfang Mai einen Antrag nach dem Informationsfreiheitsgesetz an das BMG. Darin forderte er die Herausgabe der Gutachten, nachdem die Regierungsfraktionen aus Union und SPD im Bundestag gegen den Antrag auf Veröffentlichung gestimmt hatten. Jetzt zahlt sich sein langer Atem aus.

Ullmann freut sich, dass die Gutachten nun endlich veröffentlicht wurden und erklärt dazu weiter: „Die Bundesregierung hat unserem Druck nachgegeben. Wer weiß, ob diese Gutachten sonst überhaupt noch einmal aus ihrer dunklen Schublade geholt worden wären.“

(…)

Die Kritik am G-BA ist fundamental. In dem Gutachten von Gassner heißt es etwa: „Denn der G-BA besitzt für den Erlass von allgemeinverbindlichen Richtlinien, die sog. Außenseiter (Versicherte sowie nicht im G-BA repräsentierte Leistungserbringer) mit einer gewissen Intensität betreffen, keine verfassungsrechtlich hinreichende demokratische Legitimation.“

 

18.05.18

FAZ zu Psychotherapeuten-Ausbildungsreform:

Psychotherapie ist kein Privatvergnügen
dort u.a.:

“Neben den finanziellen, rechtlichen und sozialen Problemen ist die Therapieweiterbildung im Sinne der Kompetenzorientierung des Europäischen Qualifikationsrahmens ebenfalls auf dem Prüfstand. Nicht allein Wissen und methodisches Können sind für den Beruf des Psychologischen Psychotherapeuten bedeutsam, sondern auch Beziehungs- und reflexive Kompetenzen, die in den schriftlichen staatlichen Prüfungen kaum prüfbar sind. Daher kommt den Weiterbildungseinrichtungen und einer begleitenden wissenschaftlichen Evaluation eine besondere Verantwortung zu.”

oder etwas später:

“Eine starke Wandlung würde überdies die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie erfahren, da die pädagogischen und sozialarbeiterischen Berufsgruppen keinen Zugang mehr in das Berufsfeld hätten und um die erkämpfte Eigenständigkeit des Kinder- und Jugendtherapeuten gebangt wird. Weitere Diskussion gibt es um die Praxisanteile des Direktstudiums: Kann ein akademisches Studium die erfahrungsbasierten Kompetenzen vermitteln, die der Heilberuf des Psychotherapeuten erfordert? Es fallen daher scharfe Worte wie „unverantwortlich“ und die „Sicherheit von Patienten gefährdend“, man würde das „hohe Niveau der Psychotherapieweiterbildung in Deutschland preisgeben“, „Schmalspurtherapeuten“ würden ohne Fachkunde nach der Approbation tätig werden, und so wird laut nach einer Exit-Strategie gerufen, die den Status Quo wieder einfriert.”

zum ganzen Artikel auf www.FAZ.net

 

26.04.18

Verband warnt vor Männermangel in der Psychologie

Besonders dramatisch schätzt Krämer die Entwicklung in der Psychotherapie ein. Während immer mehr Männer Hilfe suchten, sinke gleichzeitig die Zahl der männlichen Psychotherapeuten drastisch. Laut Bundes­psycho­therapeuten­kammer (BPtK) sind bereits 71 Prozent der Mitglieder Frauen. Bei den Mitgliedern unter 35 sind es bereits 91 Prozent.

ganzer Artikel auf www.aerzteblatt.de

dazu interessante Analyse von Prof. Dr. Eva Jaeggi

dort u.a.: Auszug, S. 14

1.3 Professionsspezifische Argumente: das ist eines Mannes nicht würdig. Eine andere Erklärung weist in institutionelle Richtung. Das Einkommen von Psychotherapeuten bewegt sich nicht in Höhen, die ein großes und luxuriöses Leben versprechen. Besonders deutlich wird dies in den ärztlichen Fachgruppen: Psychotherapeuten rangieren (zusammen mit den Hausärzten) auf der unteren Einkommensskala, was vermutlich auch ihr Prestige berührt. (Anekdote: ein ärztlicher Psychoanalytiker erzählte vom Erstaunen eines Studienkollegen, dass er Psychoanalytiker geworden sei: „Aber Du warst doch soo gut im Studium“).
Ein weiteres Kennzeichen des Berufes ist die relativ geringe Möglichkeit zum Aufstieg. Aufstieg im Beruf scheint eher für Männer als für Frauen identitätsstiftend und den Selbstwert steigernd zu sein. Das aber gibt der Beruf des Psychotherapeuten nicht her: man hat wenig Aufstiegschancen (höchste Ehre Lehrtherapeut/Supervisor zu sein – in den Augen „ernsthafter“ Alpha-Tiere ist das lächerlich), Professorenstellen für Psychotherapeuten gibt es selten; es ist also kein Feld für das Konkurrenzstreben da.

veröffentlicht: Jaeggi, Eva (2014). „Weil Frauen ja so emotional sind …“: die Feminisierung eines Berufes – Psychotherapeutin. Psychotherapie-Wissenschaft, 4, 87–95

 

04.04.2018

Heute auf Deutschlandfunk:

Psychotherapie: Die schwere Suche nach einem Therapieplatz

Immer mehr Menschen nehmen eine psychotherapeutische Behandlung in Anspruch – wenn sie es denn können. Denn Therapieplätze sind knapp, zumindest bei Kassen-Therapeuten. Wer bei ihnen keinen Platz findet, darf auch zu einem privaten Therapeuten gehen. Doch seit der Einführung einer neuen Richtlinie ist genau das nahezu unmöglich.

Von Christian Erll

zum Beitrag

zum Hören auf Youtube (Länge: 18:42 min)

 

03.04.2018

aerzteblatt.de

Psychotherapeuten ziehen wegen Strukturzuschlags vors Bundesverfassungs­gericht

Berlin – Mit der Systematik der Struktur­zuschläge für die Einstellung von Personal in Praxen muss sich das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) befassen. Wie die Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV) und der Bundesverband der Vertragspsycho­therapeuten (bvvp) mitteilten, haben Musterkläger Verfassungsbeschwerden eingereicht.

Hintergrund ist ein Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) vom 11. Oktober des vergangenen Jahres. Dieses hatte für rechtens erklärt, dass nur überdurchschnittlich ausgelastete Praxen den Strukturzuschlag erhalten können.

zum Artikel

 

19.03.2018

Deutscher Bundestag -19. Wahlperiode

Antwort auf Kleine Anfrage „Wartezeiten für psychisch erkrankte Menschen“

Anwort

 

Bitte Bild anklicken für kompletten Text

 

11.03.2018

Deutscher Bundestag -19. Wahlperiode

Kleine Anfrage

der Abgeordneten Maria Klein-Schmeink, Dr. Kirsten Kappert-Gonther, Kordula Schulz-Asche, Dr. Bettina Hoffmann, Katja Dörner, Dr. Anna Christmann, Kai Gehring, Erhard Grundl, Ulle Schauws, Margit Stumpp, Beate Walter-Rosenheimer und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Wartezeiten für psychisch erkrankte Menschen

Immer mehr psychisch erkrankte Menschen finden nur schwer einen Termin bei Psychotherapeutinnen und -therapeuten. Die Wartezeiten für eine Richtlinientherapie betragen im Durchschnitt sechs Monate (Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), Studie zu Wartezeiten in der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung, 2011). Im Ruhrgebiet oder ländlichen Regionen müssen behandlungsbedürftige Personen sogar häufig acht Monate auf den Therapiebeginn warten, obwohl es durchaus mehr Psychotherapeutinnen und -therapeuten gäbe, die wegen der restriktiven Bedarfsplanung jedoch keine Kassenzulassungen erhalten. Da wegen der neuen psychotherapeutischen Angebote (Sprechstunde und Akutbehandlung) seit April 2017 noch weniger Zeit für die klassische Richtlinientherapie bleibt, dürften sich die Engpässe insbesondere im ländlichen Raum und im Ruhrgebiet ….
zur kompletten Anfrage

 

 

05.03.2018

Jetzt auch auf aerzteblatt.de:

Psycho­therapie-Richtlinie bringt weniger Bürokratie, aber keine neuen Therapieplätze

Berlin – Vor einem Jahr hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) mit der geänderten Psychotherapie-Richtlinie eine Strukturreform der ambulanten psycho­therapeutischen Versorgung angestoßen. Beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) in Berlin zogen die Psychotherapeuten nun eine überwiegend positive Bilanz zur praktischen Umsetzung. Sie übten aber auch Kritik.

Zum Beispiel habe die Strukturreform „keine neuen Kapazitäten geschaffen“, skizzierte Dieter Best. Der Psychologische Psychotherapeut war langjähriges Mitglied in der Vertreter­versammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und auch im dortigen Fachausschuss Psychotherapie tätig. Er bemängelte, dass durch das Verhalten der Krankenkassen, Anträge auf Kostenerstattung wegen der Reform abzulehnen, die Kapazitäten eher noch zurückgegangen seien.

zum ganzen Artikel

 

11.02.2018

Spiegel-Online zu Wartezeiten und Kostenerstattung:

Umstrittene Psychotherapie-Reform „Patienten sind in einer Schleife gefangen“

Seit 2017 können Menschen in psychischen Krisen schneller ein Gespräch beim Psychotherapeuten führen. Doch die Wartezeiten für eine Behandlung haben sich mitunter deutlich verlängert.

Von

Die Psychotherapie-Reform im April 2017 sollte alles besser machen. Menschen in psychischen Krisen oder mit akuten Erkrankungen sollen schneller einen Psychotherapeuten sprechen – und eher Hilfe erhalten. Nicht einmal ein Jahr später wird allerdings deutlich: Die Lage spitzt sich für Therapiebedürftige sogar zu. Sie warten nicht nur weiterhin auf einen Behandlungsplatz, die Kassen blockieren ihnen nun auch vehement alternative Wege.

zum ganzen Artikel

 

30.01.2018

Wissenschaftsrat will sechs Jahre Studium

Der Wissenschaftsrat empfiehlt neue Wege in der Psychotherapeutenausbildung. Die Ärzte stehen dem Projekt skeptisch gegenüber.

BERLIN. Die Reform der Psychotherapeutenausbildung wird von der Ärzteschaft argwöhnisch beäugt. Die Kritik zielt vor allem auf in einem Arbeitsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums aufgeführten Plänen für Modellstudiengänge, mit denen die Absolventen des neuen Approbationsstudiengangs auf das Verschreiben von Medikamenten vorbereitet werden sollen. Das ist bislang den ärztlichen Psychotherapeuten vorbehalten.

zum ganzen Artikel in der Ärztezeitung

 

17.11.2017

Bedarfsplanung im Ruhrgebiet wird dem übrigen Bundesgebiet angepasst

Berlin, 17. November 2017– Der seit Einführung der vertragsärztlichen Bedarfsplanung (1993) bestehende Sonderstatus des Ruhrgebietes wird zum 1. Januar 2018 aufgehoben. Dies beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Freitag in Berlin. Mit dieser Entscheidung, der eine Analyse der Versorgungssituation in Deutschlands größtem Ballungsraum vorausging, will der G-BA eine flächendeckend ausgewogene vertragsärztliche Versorgung unter Berücksichtigung der lokalen Morbidität und der vorherrschenden Mitversorgungsbeziehungen unterstützen.

(……….)

Auch die psychotherapeutische Versorgungssituation im Ruhrgebiet wird durch den Beschluss des G-BA verbessert. So wird die geplante Einwohner-Psychotherapeutendichte von derzeit 8.743 auf 5.435 Psychotherapeutensitze pro Einwohner angehoben. Im Ergebnis entstehen dadurch zum 1. Januar 2018 in der Summe etwa 85 weitere Zulassungsmöglichkeiten für Psychotherapeuten im Ruhrgebiet.

zur gesamten Pressemitteilung des G-BA

 

 

09.11.2017

Terminvermittlung künftig auch für Richtlinien-Psychotherapie

09.11.2017 – Die Terminservicestellen müssen auch Termine für probatorische Sitzungen bei Psychotherapeuten vermitteln, wenn eine zeitnahe Behandlung erforderlich ist. Das hat das Bundesschiedsamt am Dienstag gegen die Stimmen der KBV entschieden.

Nach dem Beschluss des Bundesschiedsamtes können sich Patienten künftig auch dann an die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) wenden, wenn sie dringend eine Richtlinien-Psychotherapie benötigen. Voraussetzung ist, dass ein Therapeut auf der individuellen Patienteninformation (PTV 11) eine zeitnahe Behandlung empfohlen hat.

(…..)

zum ganzen Text auf www.kbv.de

 

12.10.2017

Bittere Enttäuschung für Psychotherapeuten – Gericht zementiert Psychotherapiehonorare auf unterstem Niveau

Bundessozialgerichts Urteil von heute – Gemeinsame Pressemitteilung bvvp, DGPT, DPtV

Kassel 11.10.2017. In seinen heutigen Urteilen hat das Bundessozialgericht (BSG) die Beschlüsse des Bewertungsausschusses zur Vergütung der psychotherapeutischen Leistungen grundsätzlich bestätigt. Insbesondere hält das Gericht die willkürliche Systematik der „Strukturzuschläge“ für rechtens, die die Kosten für die Einstellung von Personal nur Praxen mit einem überdurchschnittlichen Umsatz zuerkennt. Damit weicht das BSG ganz gravierend von seiner bisherigen Rechtsprechung ab. „Mit seinen heutigen Urteilen festigt das BSG die derzeitigen Praxisstrukturen der Psychotherapeuten*, bei denen es nur den umsatzstärksten Praxen überhaupt möglich ist, Personal anzustellen. Damit lässt das Gericht die Überschüsse der Psychotherapeuten und der somatisch tätigen Ärzte noch weiter auseinanderdriften!“ kritisieren die Verbände in einer gemeinsamen ersten Reaktion. (Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten (bvvp), Deutsche Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT), Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV)).

zur ganzen Pressemitteilung von bvvp, DGPT und DPtV

 

09.10.2017

Wie wird die Ausbildungsreform im ärztlichen Umfeld wahrgenommen?

„Wir brauchen diese Reform“

bvvp zum neuen Psychotherapeuten-Gesetz / Interview im änd (Ärztenachrichtendienst)

u.a. zum Streitpunkt „Psychopharmakotherapie“

Bei dem geplanten Bachelor- und Masterstudiengang scheint unklar, wann wer Psychopharmaka zu verschreiben darf. Das hat zu Irritationen gefühlt….

Klett: …und zu der irrigen Annahme, dass es unsere Forderung gewesen wäre. Dabei kann die Forderung nach der Befugnis zu einer Pharmakotherapie überhaupt nicht aus der Profession. Im Gegenteil kann ich mir gut vorstellen, dass auf dem nächsten deutschen Psychotherapeutentag irgendjemand eine Resolution vorbereitet, nach der die Profession das ablehnt. Das ist einfach zu umstritten. Das haben andere Interessensvertreter ins Gesetz geschrieben – die Gesundheitsverantwortlichen der Länder, in denen es einen Psychiater-Mangel gibt. Dann wurde es aufgebauscht und uns unterstellt, dass wir das wollten. Dem ist aber nicht so.

Haun: Aus ärztlicher Sicht kann ich das ergänzen: Das kommt eher aus der Gesundheitspolitik, weil es ja einen stetig zunehmenden Psychiater-Mangel gibt. Verwunderlich ist das nicht. Die niedergelassenen Psychiater sind wirklich schlecht behandelt worden. Viele haben verzweifelt aufgegeben. Die schlechte finanzielle Ausstattung hat auch zu unnötigen Grabenkämpfen geführt.
Ich halte es für ausgeschlossen, dass ausreichendes pharmakologisches Wissen in einem Modellstudiengang nebenher vermittelt werden kann. Man kann und sollte zwar Wissen in dem Bereich erwerben. Um verantwortlich verordnen und genau einzuschätzen zu können, was die Medikamente an- und ausrichten, gehört das jedoch in ein breites medizinisches Wissen eingebettet. Im Studium eignet sich ein Arzt das auch nicht nur durch pharmakologischen Kurse an, sondern im Gesamtblick dessen, was er an medizinischem Wissen erwirbt. Da sind wir uns aber im Verband einig und haben keine Kontroverse.

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02.10.2017

Auch bei Somatiker-Ärzten kommt es langsam an, dass die Strukturreform keine neuen Therapieplätze gebracht hat.

änd titelt heute:

Weiter langes Warten für psychisch Kranke auf Therapieplätze

Durch die Reform der Richtlinie für Psychotherapeuten vor sechs Monaten sollten Patienten schneller einen Termin bekommen. Der Erfolg ist umstritten. Denn wer eine Sprechstunde bekommt, hat noch lange keinen Therapieplatz.
Lesen Sie den ganzen Text
Da eine Anmeldung erforderlich ist, hier kleine Ausschnitte:
„Marcel Bettray hat Angela Merkel (CDU) eine Frage gestellt und von der Bundeskanzlerin Recht bekommen. Es dürfe nicht so lange wie bisher dauern, bis ein psychisch kranker Mensch endlich einen Therapieplatz bekomme, sagte er. Der 32-Jährige hat selbst Depressionen und sich auf der Suche nach einem Psychotherapieplatz erfolglos durch eine Liste mehr als 40 Telefonnummern gewählt.
(……….)

Es fehlt an Therapeuten

Bisher seien nur im Jahr 2013 rund 1.300 psychotherapeutische Praxen mehr zugelassen worden – in ländlichen Regionen. Insgesamt suchen Funke-Kaiser zufolge aber immer mehr psychisch kranke Menschen professionelle Hilfe. Doch es fehlt an Ärzten.

Auch Marcel Bettray wartet weiter. Deswegen hat er die Intiative ergriffen und Merkel am Donnerstag vor der Bundestagswahl im Kanzlercheck der jungen ARD-Radioprogramme selbst gefragt: „Was möchten Sie daran ändern, dass wir da mehr Unterstützung bekommen, dass man nicht zwei Jahre lang auf einen Therapieplatz warten muss, gerade wo das Thema Depression und Burn-out immer intensiver wird?“

Kanzlerin Merkel hat ihm in der Radiosendung geantwortet: „Ja, Sie haben Recht, dass es natürlich Therapien geben muss.“ Wenn das so lange dauere, müsse sie sich noch mal mit dem Gesundheitsminister verständigen. Dann müsse das Angebot verbreitert werden. „Auf jeden Fall sollte nicht nur beim Knochenbruch eine Reha da sein, sondern eben auch eine Therapiemöglichkeit bei psychischen Erkrankungen, das ist ganz wichtig“, sagte die Kanzlerin. Sie versprach: „Das nehme ich mir mit aus der Sendung.“ “

 

18.08.2017

Befugniserweiterung für Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen

Seit dem 8.6.2017 dürfen auch Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen bei entsprechender Notwendigkeit ihre Patienten in eine Klinik einweisen und einen Krankentransport verordnen. Einzelheiten dazu finden sich auf der Webseite der KBV zum Thema Befugniserweiterung sowie zum Thema Verordnungsvordrucke bzw. in der Mustersammlung (Muster 2 für Krankenhauseinweisung und Muster 4 für Krankentransport)

Dazu heißt es dort:

Eine gesonderte Abstimmung mit dem Arzt ist nicht erforderlich bei Indikationen nach § 26 Psychotherapie-Richtlinie (dort S. 19) und bei Indikationen der neuropsychologischen Therapie nach Anlage I Ziffer 19 § 4 Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung (dort auf S.42).

Bei allen übrigen Indikationen im Kapitel V „Psychische und Verhaltensstörungen“ des ICD-10-GM muss sich der Psychotherapeut mit dem behandelnden Arzt abstimmen.

Neben der Klinikeinweisung (Achtung: immer nur mit vorheriger Genehmigung der Krankenkasse) und der Krankentransport-Verordnung, (Genehmigung der Krankenkasse nicht erforderlich) die durch die Grundpauschale vergütet werden, wurden als weitere Befugnisse die Verordnung von Rehabilitationsleistungen sowie Verordnung von Soziotherapie für uns eingeführt. Diese werden jedoch gesondert vergütet, weshalb der Bewertungsausschuss neue Ziffern festlegen muss. Dafür hat er bis zum 08.12.2017 Zeit.

 

18.07.2017

KV Rheinland-Pfalz

Bedarf an Psychotherapie nicht gedeckt!

KV-Vorstandsmitglied Staub wettert gegen die Bedarfsplanung – sie bremse auch Psychotherapeuten.

MAINZ. Dass der im Januar gewählte Vorsitzende der KV Rheinland-Pfalz, Dr. Peter Heinz, kein Freund der Bedarfsplanung ist, wurde spätestens auf der jüngsten Vertreterversammlung deutlich, auf der er ihre Abschaffung forderte.

Nun stärkt sein Vorstandskollege ihm den Rücken – und bezieht ausdrücklich Psychotherapeuten mit ein. „Für sie ist die Bedarfsplanung nicht mehr zeitgemäß“, sagt Peter Andreas Staub, selbst Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut.

zum ganzen Artikel in der Ärztezeitung

 

07.07.2017

Jüngste Entscheidungen vor den Sozialgerichten zur Honorargerechtigkeit

Psychotherapeutische Vergütung: Urteile mit Signalwirkung

Das Sozialgericht Marburg ist der Ansicht, dass jedem Psychotherapeuten der sogenannte Strukturzuschlag für die Abdeckung von Personalkosten zusteht, unabhängig von der individuellen Auslastung der Praxis.

 

03.07.2017

Auch Ärzte wollen die Telematik nicht

Freie Ärzteschaft e.V.: Online-Anbindung der elektronischen Gesundheitskarte floppt

Hamburg (ots) – Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat sich die Digitalisierung des Gesundheitswesens so vorgestellt: Seit 1. Juli 2017 müssen sich alle Arzt- und Zahnarztpraxen, Kliniken und später auch Apotheken online an ein riesiges Datennetz der Krankenkassen anschließen. Zugangsschlüssel ist die elektronische Gesundheitskarte (eGK). Für die Freie Ärzteschaft (FÄ) liegen die Interessen dahinter auf der Hand: „Politik, Krankenkassen und Gesundheitsindustrie wollen die Krankheitsdaten aller Bürger zentral speichern, um das Gesundheitswesen zu steuern und Rendite zu erwirtschaften“, sagte FÄ-Vizevorsitzende Dr. Silke Lüder am Montag in Hamburg. „Angesichts bedrohlicher Hackerangriffe in jüngster Zeit ist das verantwortungslos.“

zur ganzen Pressemitteilung

 

28.06.17

Blockieren Krankenkassen zunehmend gesetzlichen Anspruch auf außervertragliche Psychotherapie bei Systemversagen?

Thema Kostenerstattung

Interview mit Judith Schild (dgvt)

Mitglied der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe,
des Vorstands des Münsteraner Praxisnetzes sowie
des Vorstands der dgvt

 

22.06.17

Telematik-Infrastruktur startet am 1. Juli

KBV fordert längere Einführungsphase für TI-Anbindung

22.06.2017 – Angesichts des verkürzten Zeitplanes für die Anbindung der Praxen an die Telematikinfrastruktur fordert die KBV eine Verlängerung der Einführungsphase. Viele Ärzte und Psychotherapeuten fühlten sich unter Druck gesetzt, ihre Praxen möglichst schnell mit der nötigen Technik auszustatten, sagte Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des KBV-Vorstands, in einem KV-on-Interview.

viele Infos dazu auf: http://www.kbv.de/html/1150_29489.php

 

21.06.2017

Proteste der Psychotherapeuten erfolgreich – Aufwertung von Sprechstunde und Akutbehandlung

Krankenkassen lenken ein – Gemeinsame Pressemitteilung bvvp, DPtV, VAKJP

Berlin, 21. Juni 2017. Nach massiven Protesten der Psychotherapeutenschaft hat der Bewertungsausschuss heute die Vergütung der neuen Leistungen der Psychotherapeuten „Psychotherapeutische Sprechstunde und Akutbehandlung“ auf das Niveau der antrags- und genehmigungspflichtigen psychotherapeutischen Leistungen angehoben. Darüber hinaus wurde zumindest die Sprechstunde als grundversorgende Leistung anerkannt und erhält so die notwendige Förderung, die fachärztlichen grundversorgenden Leistungen laut EBM zusteht. Diese Regelung gilt rückwirkend ab 1.4.2017. „Wir begrüßen diesen Beschluss als Schritt in die richtige Richtung“, erklären die Verbände Deutsche PsychotherapeutenVereinigung (DPtV), Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten (bvvp) und Verband der analytischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (VAKJP) heute in Berlin.

zur vollständigen gemeinsamen Pressemitteilung von bvvp, DPtV und VaKJP

 

09.05.2017

Antwort der Bundesregierung zur Kleinen Anfrage der Grünen zur
„Reform der Psychotherapierichtlinie und Vergütung psychotherapeutischer Leistungen“

Vergütung neuer Leistungen
5.
Inwiefern ist aus Sicht der Bundesregierung der mit dem Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses unterstellte zeitliche Minderbedarf bei der Sprechstunde und der Akutbehandlung zutreffend sowie mit einer qualitätsgesicherten Versorgung vereinbar (Ansicht bitte begründen)?
6.
Inwieweit schätzt die Bundesregierung die Kritik der psychotherapeutischen Fachverbände und Kammern als zutreffend ein, dass die Annahme eines Minderbedarfs durch den Erweiterten Bewertungsausschusses fehlerhaft sei, weil bei einer Sprechstunde und Akutbehandlung mehr Zeit für die Vor- und
Nachbereitung sowie die Dokumentation notwendig sei als bei der Richtlinienpsychotherapie (Ansicht bitte begründen)?
Die Fragen 5 und 6 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet.
Das BMG prüft derzeit im Rahmen seiner Rechtsaufsicht die vom Erweiterten Bewertungsausschuss beschlossenen Regelungen. Die Prüfung ist noch nicht abgeschlossen.Das BMG kann die Beschlüsse innerhalb von zwei Monaten beanstanden.
zu den kompletten Fragen und Antworten

 

05.04.2017

Unsere Netzmitglieder in der Presse zur PT-Reform

WAZ-2017-04-05 Ausschnitt mehr Arbeit-weniger Geld (bitte Bild anklicken für ganzen Text)

 

KVWL informiert über die konkrete Umsetzung der neuen Psychotherapierichtlinie

Zu Info-Veranstaltungen und zu den Präsentationen aus den Vorträgen dort

 

29.03.2017

Entscheidung des Erweiterten Bewertungsausschusses

„Verheerendes Signal“: KBV und Psychotherapeuten kritisieren Honorarbeschluss

Berlin. Der erweiterte Bewertungsausschuss hat am Mittwochnachmittag gegen die Stimmen der KBV einen Beschluss zur Vergütung der neuen psychotherapeutischen Leistungen gefasst. Nach Informationen der „Ärzte Zeitung“ sollen die neuen Leistungen „psychotherapeutische Sprechstunde“ und „psychotherapeutische Akutbehandlung“ schlechter vergütet werden als die bisherigen psychotherapeutischen Leistungen. Die Psychotherapeuten-Verbände sprechen von einer „vertanen Chance“, den „ewigen Kreislauf von Rechtsstreitigkeiten und Nachvergütungen“ zu beenden. Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung kritisiert den Beschluss.

(…..)

Damit werden die Reformbemühungen des Gesetzgebers, psychisch kranken Patienten einen zeitnahen Zugang zur Psychotherapie zu ermöglichen, nicht umgesetzt, sondern erschwert. Laut Beschluss werden die neue Sprechstunde und die Akutbehandlung, die ohne Genehmigung der Krankenkassen erbracht werden können, mit 406 Punkten je 25 Minuten beziehungsweise 812 Punkten je 50 Minuten bewertet.

Für die bisherigen Leistungen erhalten Psychotherapeuten 841 Punkte je 50 Minuten. Die Vergütung der neuen Leistungen liege damit 3,6 Prozent niedriger als die der alten Leistungen. Für die Erreichbarkeit am Telefon sollen die Psychotherapeuten-Praxen kein Honorar erhalten. Das neue Gruppentherapie-Konzept ist nach Informationen der „Ärzte Zeitung“ zudem auf den 1. Juli verschoben worden.

zum ganzen Artikel in Ärztezeitung.de

 

Verheerendes Ergebnis für die psychotherapeutische Versorgung

Gemeinsame Pressemitteilung von  bvvp, DPtV, VAKJP

 

Psychotherapie: Krankenkassen torpedieren neue Angebote – zum Nachteil der eigenen Versicherten

Psychotherapierichtlinie – Die ambulante psychotherapeutische Versorgung wird erweitert. Angebote wie die psychotherapeutische Sprechstunde und die Akutbehandlung sorgen für einen besseren Zugang für Patienten. So weit und so gut! Doch die Krankenkassen weigern sich, diese vom Gesetzgeber gewollten Angebote fair zu finanzieren.

Berlin, 29. März 2017 – Gut gemeint hatte es der Gesetzgeber: Patienten sollen ab dem 1. April von einer neu strukturierten ambulanten psychotherapeutischen Versorgung profitieren. Neue Angebote wie ein Erstgespräch (im Rahmen einer psychotherapeutischen Sprechstunde) und eine Akutbehandlung sollen Patienten zeitnah einen leichteren Zugang ermöglichen und das Versorgungsangebot insgesamt flexibler machen. „Es handelt sich also um eine echte Verbesserung für die Patienten. Doch die Krankenkassen haben die Interessen ihrer eigenen Versicherten torpediert. Sie weigern sich, den Mehraufwand für die Psychotherapeuten adäquat zu finanzieren. Die Krankenkassen leisten damit den Versicherten einen Bärendienst. Meine Enttäuschung ist groß“, erklärte Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) heute in Berlin.

zur ganzen Pressemitteilung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV)

 

24.03.17

Psychotherapeuten: Strukturzuschlag ist ungerecht

Der 2015 eingeführte Strukturzuschlag für Psychotherapeuten ist laut Sozialgericht Marburg „in dieser Form rechtswidrig“. Er verstoße nicht nur gegen Vorgaben des Bundessozialgerichts, sondern auch gegen EBM-Regeln.

 

04.03.17

Psychotherapeutin Barbara Lubisch zur stellvertretenden Vorsitzenden der KBV-Vertreterversammlung gewählt

Wahl der Vorsitzenden der KBV Vertreterversammlung – Pressemitteilung 03/2017

Berlin, 2. März 2017. Dipl.-Psych. Barbara Lubisch, Bundesvorsitzende der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV), wurde heute in Berlin mit großer Mehrheit zur stellvertretenden Vorsitzenden der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gewählt.

„Ich freue mich sehr über die Anerkennung aus allen Lagern, sowohl von den Hausärzten als auch den Fachärzten und natürlich von meinen Fachkollegen“, betonte Lubisch direkt nach der Wahl. „Ich werde mit daran arbeiten, die in den letzten Jahren entstandenen Spaltungen und die Unruhe zu beseitigen und die KBV in eine für alle Kolleginnen und Kollegen und auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnbringende Organisation zu führen“.

Pressemitteilung 03/2017 der DPtV

Interview mit den neuen Vorsitzenden der KBV-VV  (1. Hausärztin, 2. Psychologische Psychotherapeutin, 3. Gynäkologe aus Westfalen-Lippe)

 

 

01.03.2017

Psychotherapie-Strukturreform in der Presse

Psychotherapeuten stehen vor einer Neuordnung

Neue Leistungen, weniger Bürokratie, dafür höherer Aufwand für die Praxisorganisation: Für Psychotherapeuten ändert sich zum 1. April einiges. Die entscheidende Frage haben KBV und Kassen aber noch nicht beantwortet: die zur Höhe des Honorars.

Von Hauke Gerlof

Ärzte Zeitung online, 01.03.2017

 

25.02.2017

Psychotherapie-Richtlinie – Was ändert sich?

Broschüre der Bundespsychotherapeutenkammer

BPtK-PT-Rili

(Bitte Bild anklicken)

 

 

 

 

 

 

13.02.2017

Die neue Psychotherapierichtlinie (gültig ab 1. April 2017)  im Cartoon

oder als Überblick in einer Grafik für die KJP

bzw. als Text nach Themen sortiert

und die Formulare

Und wer mehr wissen will über die Hintergründe von Kassenseite, dem sei das Interview mit Thomas Uhlemann vom GKV-Spitzenbund im Magazin der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer vom September 2016 empfohlen:

„Die Akutbehandlung ist nicht als Überbrückung zur Richtlinien-Psychotherapie gedacht.“

 

10.02.2017

Das Team für die neue Legislatur steht

BERLIN. Die Verbände der Psychotherapeuten haben Eckpunkte für die Arbeit in der kommenden Wahlperiode der Kassenärztlichen Bundesvereinigung verabredet. Ein besonderer Fokus solle auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gelegt werden. (Hervorhebung R.T.) Schließlich beuge die Behandlung von Kindern seelischen Erkrankungen im Erwachsenenalter vor, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung, des Bundesverbands der Vertragspsychotherapeuten und der Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten. Ein weiterer Schwerpunkt sei die Umsetzung der reformierten Psychotherapie-Richtlinie, die am 1. April in Kraft tritt.

Die Koalition der drei Verbände hat am Mittwoch die sechs psychotherapeutischen Mitglieder der neuen KBV-Vertreterversammlung bestimmt. Gewählt wurden Barbara Lubisch, Gebhard Hentschel, Dr. Anke Pielsticker, Michael Ruh (alle DPtV, Ulrike Böker (bvvp) und Bernhard Moors (VAKJP).

Zur Wahl nicht mehr angetreten sind Dipl.-Psych Dieter Best (DPtV) und Dipl.-Psych. Jürgen Doebert sowie der bisherige Vorsitzende der Vertreterversammlung Dipl.-Psych Jochen Weidhaas. Der amtierende KBV-Vorsitzende Dr. Andreas Gassen sagte, er gehe davon aus, dass die Psychotherapeuten im Vorsitz der neuen VV vertreten sein werden. Im Gespräch ist Barbara Lubisch als Nachfolgerin von Jochen Weidhaas. (af)

aus: Ärzte Zeitung online, 10.02.2017

siehe auch Foto und weitere Infos in der gemeinsamen Pressemitteilung von bvvp, DPtV und VaKJP

 

14.10.16

Erstmals ausgewiesener Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut in die Vertreterversammlung der KVWL gewählt

Zu den Wahlergebnissen (siehe Seite 28-29)

ergebnis5

Bild anklicken

oder ausführlicher

hier

 

 

 

 

 

 

16.09.16

Psychotherapie-Richt­linie beanstandet: Ministerium will Sprechstunde auch für Psychotherapeuten zur Pflicht machen

Berlin – Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) verlangt Änderungen der Psycho­the­rapie-Richtlinie, die der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 16. Juni beschlossen hat. Darauf weist die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) in einer Pressemitteilung hin. In einem Brief an den G-BA macht das Ministerium demnach deutlich, dass es „zwin­gend er­forderlich“ sei, die psychotherapeutische Sprechstunde „nicht als Kann-Leistung“ ein­zu­führen.

zum ganzen Artikel im Deutschen Ärzteblatt vom 14.09.16

zum Brief des Gesundheitsministeriums an den G-BA

darin zu den Sprechstunden:

Mit der Zulassung ist der Vertragspsychotherapeut zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung im Umfang seines aus der Zulassung folgenden zeitlich vollen oder hälftigen Versorgungsauftrags berechtigt und verpflichtet. Ob der einzelne Psychotherapeut verpflichtet ist,psychotherapeutische Sprechstunden anzubieten, oder es sich bei dem Angebot um ein Freiwilliges handelt, betrifft die vertragsärztlichen Pflichten des Vertragspsychotherapeuten im Verhältnis zur jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung. Eine Regelung in der PT-RL des G-BA, die es dem Vertragspsychotherapeuten ermöglicht, ein Leistungsangebot, das für den Zugang der Patientinnen und Patienten zur psychotherapeutischen Behandlung essentiell ist, abzulehnen, kollidiert insoweit mit dem Sicherstellungsauftrag der Kassenärztlichen Vereinigungen. (unten auf S. 4)

 

07.09.2016

Erklärung des Kompetenznetzes zu der Reform der Psychotherapie-Richtlinien

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mittlerweile sind die Infos über die Neuregelungen der Psychotherapierichtlinie von vielen Seiten veröffentlicht worden, natürlich auch in unserem Verteiler und hier auf unserer Homepage. Allerdings sorgen diese Neuerungen für viel Verwirrung und Unmut bei den Kolleginnen und Kollegen, insbesondere bleibt oft die Frage offen, wie die einzelnen Neuregelungen zu bewerten sind. Der Vorstand des Kompetenznetzes möchte mit dieser Erklärung eine Orientierungshilfe zur Verfügung stellen und bezieht eine klare Position zu den ab dem 01.04.2017 geplanten Änderungen.

Komplette Erklärung im Mitgliederbereich (bitte zunächst im Mitgliederbereich einloggen)

 

30.08.16

Ergänzende Stellungnahme des G-BA vom 19.08.2016 im Wortlaut

 

15.08.16

Nachbesserung des G-BA-Beschlusses zur Änderung der Psychotherapie-Richtlinie

Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums an den Gemeinsamaen Bundesausschuss auf G-BA-Website im Wortlaut

 

05.08.16

Aktuelles zur Änderung der Psychotherapie-Richtlinie

BMG teilt Bedenken der OPK und fordert zusätzliche Informationen vom G-BA

Die OPK steht mit ihrem Protest gegen die vorgelegte Änderung der Psychotherapie-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) nicht allein. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat nunmehr den G-BA aufgefordert, zu einigen kritischen Punkten in der vorgelegten Änderung der Psychotherapie-Richtlinie Stellung zu nehmen.  Ganzer Text

 

14.07.16

Stellungnahme des Bündnis KJP  zur Änderung der Psychotherapie-Richtlinie

Auf welche Änderungen müssen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -therapeuten sich einstellen?
Licht und Schatten, eine erste Einordnung

Texttgliederbereich (bitte zuerst im Mitgliederbereich einloggen)

 

12.07.2016

DPtV kritisiert Beschluss zur Änderung der Psychotherapie-Richtlinie und fordert fachliche Überarbeitung

Schreiben der DPtV-Bundesvorsitzenden Barbara Lubisch an das Gesundheitsministerium

Sehr geehrter Herr Dr. Orlowski,

die beschlossene Reform der Psychotherapierichtlinie erfüllt unseres Erachtens in Teilen nicht den gesetzlichen Auftrag gemäß § 92 Abs. 6a Satz 3 des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes.Wir haben folgende Bedenken:

für ganzen Text hier anklicken

 

25.06.2016

Vorsitzender der KBV-Vertreterversammlung Dipl.-Psych. Jochen Weidhaas im Interview:

„Was halten Sie von dem Vorschlag, einen Psychothychotherapeuten in den KBV-Vorstand festzuschreiben?

Das halte ich für eine wichtige Forderung, wohlwissend, dass das schwer umzusetzen sein wird.

Warum?

Weil dann der alte Facharzt-Hausarzt-Konflikt wieder angestoßen werden könnte, wenn man sagt: Der Psychotherapeut gehört zu den Fachärzten und dann stünde die Gewichtung bei 2:1. Diese Denke habe ich natürlich nicht. Aber sie kann kommen. Allerdings sind wir da wieder an dem Punkt: raus aus den Gräben! Wir wollen diese Denke nicht mehr. Es sollte um die Sache gehen, nicht um überholte Lagerkämpfe. Eine Lösung könnte sein, jemand neutralen an die erste Stelle zu setzen, und unter ihm dann die Verteilung der Arztgruppen stattfinden zu lassen.

Also drei Vorstände in der KBV plus Top-Manager?

Das ist eine Entscheidung, die die VV zu fällen hat. Es gibt darüber Diskussionen, die noch nicht vertieft sind, weil wir sie auch mit politischen Forderungen verbinden müssen. Es könnte darauf hinauslaufen, dass man sagt: Lasst uns nur noch professionelle Manager an die Spitze der KBV setzen und dann irgendeine Aufsichtsrats-Struktur darunter etablieren. Was letztendlich kommt, müssen wir sehen.“

(Auszug aus dem Interview, das komplett zu lesen ist hier auf der Website der KBV

 

21.06.2016

Verschlechterung der Versorgung durch Versorgungsstärkungsgesetz – Reform der Psychotherapierichtlinie

Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 16.06.16 schreibt den Patienten den Besuch einer vorgeschalteten Sprechstunde vor.  Die Versorgungslage wird durch noch mehr Bürokratie, die wertvolle Behandlungszeit raubt, verschlechtert: Psychotherapeuten können Sprechstunden oder müssen umfangreiche Telefonzeiten vorhalten. Gutachterverfahren nur noch auf Wunsch der Krankenkasse nötig.

Viele weitere Änderungen, die ab 01. April 2017 in Kraft treten:

Über die Vergütung der neuen Leistungen muss der Bewertungsausschuss (BA) der KBV entscheiden. Das steht noch aus.

Ob es beim Diktum der Kostenneutralität bleibt oder  folgender Satz etwas in Richtung Finanzierung bedeutet, kann spekuliert werden:

Hier werden sehr starke Anreize gesetzt, so dass die allermeisten die Sprechstunde anbieten werden – das ist motivationspsychologisch ein kluger Weg.“

So wird Timo Harfst von der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), die im G-BA Anhörungsrecht hat, im Deutschen Ärzteblatt vom 16.06.16 zitiert. Zum Artikel

 

20.05.2016

Gesundheitsministerium will stärkere Aufsicht über KBV und GKV-Spitzenverband

Berlin – Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) will die Aufsicht über alle Selbstver­waltungsorganisationen auf Bundesebene deutlich verschärfen. In einem Eckpunkte­papier, das dem Deutschen Ärzteblatt vorliegt, skizziert das Ministerium erste Ideen für ein „Gesetz zur Stärkung der Handlungsfähigkeit der Selbstverwaltung der Spitzenorga­nisationen in der GKV“.

Dabei setzt die Bundesregierung auf erweiterte interne und externe Kontroll­­mecha­nismen bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, dem GKV-Spitzenverband, dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) sowie dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK). „Damit Kompetenzüberschreitungen und Unregelmäßigkeiten in der Geschäftsführung frühzeitig erkannt werden können, bedarf es insbesondere einer Stärkung der Kontrollrechte der Mitglieder der Selbstverwaltungsorgane“, heißt es in dem Papier.

weiter hier im Artikel im Deutschen Ärzteblatt

 

16.05.2016

Bundes-Gesundheitsminister Gröhe: KBV (Kassenärztliche Bundesvereinigung) wird derzeit nicht im Einklang mit Gesetzen verwaltet

Gröhe droht: Letzte Chance für KBV!

Gesundheitsminister Gröhe liest den KBV-Oberen die Leviten – und zählt sie an: Bis zum 23. Mai muss die KBV ihre Skandale in den Griff bekommen, sonst übernimmt das Ministerium die Geschäfte. Die Vertreterversammlung soll Kröten schlucken.

zum Artikel von Anno Fricke in der Ärzte Zeitung

14.05.16

Kommt der Staatskommissar in die KBV (Kassenärztliche Bundesvereinigung)?

Fristen nicht eingehalten, Konzept nicht vorgelegt

Darum stellt das BMG der KBV jetzt ein Ultimatum

Vier Seiten lang ist das Schreiben, mit dem das Haus von Hermann Gröhe der KBV und ihrer Vertreterversammlung die Pistole auf die Brust setzt. Und aus den Zeilen ist eins deutlich herauszulesen: Die Selbstverwaltung hat die Geduld des Gesundheitsministers auf eine harte Probe gestellt, indem gesetzte Fristen wiederholt nicht eingehalten wurden. Nun hat der BMG-Chef offenbar genug.

zum Artikel auf facharzt.de  (änd) oder hier

und auch

KBV: Kommt der Staatskommissar?

Die Geduld der Politik mit der Selbstverwaltung ist offenbar zu Ende: Fallen bei der nächsten KBV-Vertreterversammlung am 23. Mai nicht die gewünschten klärenden Beschlüsse, will Gesundheitsminister Hermann Gröhe wohl tatsächlich einen Staatskommissar einsetzen.

weiterer Artikel auf facharzt.de (änd)  oder hier

 

04.05.2016

Terminservicestellen vielleicht bald vom Tisch

Die Nachfrage ist wohl nicht so groß, Herr Gassen wird nach einem Jahr eine Evaluation durchführen. Kosten und Nutzen stehen in keinem guten Verhältnis, was sich wohl jetzt schon abzeichnet. Näheres ist hier zu erfahren:

 

04.12.2015

Honorarbeschluss und Reaktion des BMG

Soeben wurde mitgeteilt, dass das BMG (Bundesministerium für Gesundheit) nach Prüfung der vorliegenden Argumente den Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses (E-BA) nach § 87 Abs. 4 SGB V vom 22.09.2015 nicht beanstandet hat.

Es gilt daher für Sie alle: Bitte weiterhin Widerspruch einlegen. Nun müssen wir – wie schon gewohnt – den Blick auf das Bundessozialgericht richten…

 

Oktober 2015

Honorarbeschluss des eBA  –  Hintergrund-Info des größten Berufsverbandes DPtV: Die Honorare in psychotherapeutischen Praxen sind rechtswidrig gering. Dies hat negative Folgen für die Versorgung.

Abdruck aus der Verbandszeitschrift Psychotherapie Aktuell, 4/2015

Darin als Fazit:

Die völlig unterschiedliche Leistungsstruktur zwischen den psychotherapeutischen und den somatisch-medizinischen Praxen ist bis heute der Grund, weshalb der Gesetzgeber und die Gerichte überhaupt eine Spezialvorschrift zur angemessenen Vergütung der Psychotherapie für nötig hielten. Sie würde sich erübrigen, wenn die EBM-Kalkulation die Unterschiede der psychotherapeutischen und der somatisch-medizinischen Vergütungssystematik berücksichtigen würde. Hier ist jedoch kein Land in Sicht und von der Selbstverwaltung ist ohne gesetzliche Vorgabe auch nicht zu erwarten, dass die Unwucht zwischen der Bewertung der zeitbestimmten Zuwendungsleistungen und somatischen, insbesondere der technischen Leistungen, beseitigt wird. Bis dahin ist eine Spezialvorschrift zur angemessenen Vergütung der Psychotherapie unerlässlich.

 

22.09.2015%.2015

Honorarbeschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses

B E S C H L U S S des Erweiterten Bewertungsausschusses nach § 87 Abs. 4SGB V in seiner 43. Sitzung am 22. September 2015Teil A zur Änderung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) mit Wirkung zum 1. Januar 2012:
http://institut-ba.de/ba/babeschluesse/2015-09-22_eba43.pdf

Entscheidungserhebliche Gründe zum Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses nach §87 Abs.4 SGB V in seiner 43.Sitzung am 22. September 2015 Teil A zur Änderung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) mit Wirkung zum 1. Januar 2012:
http://institut-ba.de/ba/babeschluesse/2015-09-22_eba43_eeg.pdf

Pressemitteilung der DPtV zum E-BA-Beschluss:

http://www.deutschepsychotherapeutenvereinigung.de/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=4779&token=a58bf100c04dd95374069036159e381ac6efacf9

weitere Infos und Diskussion im Mitgliederbereich

 

18.09.2015
Weidhaas bleibt im Amt

Die KBV-Vertreterversammlung hat ihren Vorsitzenden Hans Jochen Weidhaas nicht abgewählt. Die Abstimmung endet unentschieden.
BERLIN.
Hans-Jochen Weidhaas bleibt Vorsitzender der Vertreterversammlung der Kassen Bundesvereinigung. Ein Abwahlantrag aus der Versammlung heraus ist am Freitag gescheitert.
Für die Abwahl hatten 30 Delegierte gestimmt, 30 dagegen, wie die „Ärzte Zeitung“ aus dem Umfeld der Versammlung erfahren hat. Für einen Erfolg des Abwahlantrags wären 40 der 60 Stimmen nötig gewesen. mehr

 

25.08.2015
Nach Debatten um Zahlungen an Köhler

FALK-KVen fordern Kopf des VV-Vorsitzenden
Manchmal liegen Freud und Leid dicht beieinander: Gerade noch hat er das Bundesverdienstkreuz erhalten – jetzt muss Hans-Jochen Weidhaas um seinen Posten in der Kassenärztlichen Bundesvereinigung bangen: Die in der FALK-Gruppe organisierten KV-Chefs wollen dem Vorsitzenden der KBV-Vertreterversammlung das Amt entziehen. Hintergrund sind die umstrittenen Gehaltszahlungen an Ex-KBV-Chef Köhler. mehr

 

10.08.2015

Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an den Vorsitzenden der Vertreterversammlung der KBV, Dipl. Psych. Hans-Jochen Weidhaas .haas .haas . mehr