Patienteninfo KJP-Info Therapeutensuche

Das von Gesundheitsminister Jens Spahn geforderte Terminservice und -vergabegesetz (TSVG) steht vor allem in Sachen Psychotherapien in der Kritik. Für psychisch Kranke birgt es allerdings Gefahren. Nun rudert Spahn zurück und zeigt sich offenbar kompromissbereit.

Die strikte Begrenzung von Kassensitzen für Psychotherapeuten hält die Zahl der Therapieplätze künstlich knapp. Gesundheitsminister Spahn scheint zu glauben, unter psychisch Kranken wären massenweise Hypochonder. Das ist unzeitgemäß und gefährlich.

BERLIN. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat seine Pläne für eine bessere Steuerung beim Zugang zur Psychotherapie verteidigt. Im ARD-„Morgenmagazin“ wies er am Mittwoch daraufhin, dass in den Regionen mit den meisten Psychotherapeuten (…)

Die Diskussion um den Zugang zum Psychotherapeuten nimmt weiter Fahrt auf. Damit hatte wohl der Gesundheitsminister nicht gerechnet. Jens Spahn beeilte sich am Mittwoch, festzustellen, dass er bereit sei, seine Pläne nachzubessern.

Speziell ausgebildete Experten sollen künftig entscheiden, wer in Deutschland eine Psychotherapie bekommt. So will es zumindest Gesundheitsminister Jens Spahn – und löst damit einen Proteststurm aus. (…) Die Psychotherapeutin Ariadne Sartorius hatte die Idee für die Petition.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat seine Pläne zur Neuregelung in der Psychotherapie verteidigt. Es gehe ihm darum, dass Patienten möglichst schnell einen Behandlungstermin erhielten. „Heute ist es immer noch so, trotz aller Maßnahmen der letzten Jahre (…)

Jeder dritte Patient in Deutschland wartet bis zu einem Dreivierteljahr auf den Beginn einer Psychotherapie. Jeder Versicherte hat ein Recht auf eine Akutsprechstunde bei einem Therapeuten. Doch danach findet sich oft kein Therapieplatz.

Viele Berichte nach Pressekonferenz der Bundespsychotherapeutenkammer am gestrigen 10. Dezember

Die Akutsprechstunde beim Psychotherapeuten war 2017 eingeführt worden, um psychisch Kranken besser zu helfen. Eigentlich eine gute Sache. Das Problem: Den ersten Termin beim Arzt gibt’s schnell, den zweiten oft gar nicht. Psychotherapeuten bewerten die (…)

Gerade bei Fachärzten müssen Kassenpatienten schon ‚mal mit mehreren Monaten Vorlauf rechnen, bis sie einen Termin erhalten. Das ist nervig und genau das wollte Gesundheitsminister Jens Spahn ändern. Kritik kommt nun von den Psychotherapeuten.