Psychologen? Psychotherapeuten? Psychiater? Psychoanalytiker? Who is who?

 

„Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen“

sind approbiert als PsychotherapeutInnen und behandeln Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von 0 – 20 Jahren.

 

Welche psychotherapeutischen Verfahren werden von den Krankenkassen akzeptiert?
In Deutschland werden von den gesetzlichen Krankenkassen die Kosten der Behandlung übernommen bei:

Von privaten Krankenkassen kann auch die

bei entsprechend ausgebildeten Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen übernommen werden.

 

Foto: manun / photocase.de
Foto: manun / photocase.de

Jedes Verfahren hilft und behandelt mit seinen spezifischen Gesprächsmethoden, Übungen und Techniken. Je nach Alter und Problematik des Kindes / Jugendlichen behandeln Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen mit Methoden aus:

  • Spieltherapie
  • Kognitiven Verfahren
  • Körperpsychotherapie
  • Kreativen Ausdrucksformen (Malen, Gestalten,Geschichten)

 

 

 

 

 

Darüber hinaus können Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen sich besonders spezialisieren in

Diese sind dann ebenfalls Teil der Kassenleistung.

Im Mittelpunkt jeder Behandlung steht eine vertrauensvolle Beziehung zwischen TherapeutIn und PatientIn.
Für alle Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen gilt die gesetzliche Schweigepflicht.

 

Wie ist der Ablauf?

Foto: inkje / photocase.de
Foto: inkje / photocase.de

Wenn Sie selbst den Eindruck haben, dass sich Ihr Kind oder Jugendliche/r in einer psychischen Problemsituation befindet oder wenn z. B. ErzieherInnen oder LehrerInnen Hinweise geben, können Kinder- und JugendlichentherapeutInnen weiterhelfen. Es gilt das Erstzugangsrecht, d. h., dass Sie selbst direkt Kontakt zu einer/m Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutIn aufnehmen können.

  • Die Gespräche beginnen mit bis zu 5 Probesitzungen (AP max. 8). In dieser Zeit erfolgt eine psychotherapeutische Diagnostik.
  • Am Ende der Diagnostik stehen die Diagnose und eine individuelle Behandlungsempfehlung mit einem Behandlungsplan oder ggf. die Empfehlung für eine andere Form der Hilfe.
  • Für die Behandlung von Kindern ist die begleitende Elternarbeit in Form von Gesprächen mit den sorgeberechtigten Bezugspersonen von herausragender Bedeutung. Bei Jugendlichen erfolgt die Elternarbeit nach individueller Absprache.
  • Eine Psychotherapie findet in der Regel wöchentlich statt. Nur so kann sie grundlegend und langfristig helfen. Eine Therapieeinheit dauert 50 Minuten.
  • Eine erfolgreiche Psychotherapie benötigt immer die Motivation und Veränderungsbereitschaft von PatientIn und Eltern.

Seit dem 1. April 2017 gelten neue Regelungen, die sehr gut und übersichtlich von der Stiftung Warentest zusammengefasst wurden. Einziger Fehler: Therapeuten sind nicht 200 Minuten pro Woche telefonisch erreichbar, sondern nur die Praxis, also ggf. auch ein*e Praixhelfer*in, aber zumindest ein Mensch am anderen Ende der Leitung, nicht nur ein elektronischer Anrufbeantworter.

 

 

Wobei helfen Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen?

Foto: Søren / photocase.de
Foto: Søren / photocase.de

Bei

  • Ängsten, Rückzugsverhalten, Depressionen
  • Aufmerksamkeitsproblemen, Unruhe
  • Schulproblemen
  • verweigerndem, oppositionellen Verhalten
  • aggressivem Verhalten, Lügen, Stehlen
  • Beziehungs- und Kontaktstörungen
  • Einnässen, Einkoten
  • körperlichen Beschwerden ohne organischen Befund
  • Essstörungen
  • Suchtverhalten
  • selbstverletzendem Verhalten
  • suizidalen Äußerungen
  • Ein- und Durchschlafproblemen
  • Zwanghaftem Verhalten
  • Übermäßigem Schreien, Schlaf- und Fütterproblemen bei Säuglingen
  • Anpassungsstörungen bei Trennung oder Verlusten
  • Traumatischen Erlebnissen

 

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Wie erreiche ich eine/n Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutIn?
Auf dieser Website unten rechts per Therapeutensuche nach Postleitzahl

Adressen erhalten Sie ebenfalls über die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe unter:
0231/ 94 32 – 9444     oder   www.kvwl.de/patient/terminservice/index.htm

oder auf der Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe:
www.kvwl.de – rechts oben anklicken: Arzt- und Psychotherapeutensuche:

www.kvwl.de/earzt

Eine Liste von TherapeutInnen in Ihrer Nähe finden Sie auch auf der Homepage der Psychotherapeutenkammer NRW:
www.ptk-nrw.de/therapeutensuche

 

Wenn Sie keine TherapeutIn finden, die vertragsmäßig mit den Gesetzlichen Krankenkassen abrechnen, dann können Sie auf Antrag von Ihrer Krankenkasse auch eine „außervertragliche Psychotherapie“ über Kostenerstattung im Einzelfall wegen Systemversagen bezahlt bekommen.

 

Jugendliche finden ihre Probleme vielleicht unter „Gefühle fetzen“ wieder, einer Info-Seite der Bundespsychotherapeutenkammer.

 

Aufklärung zum Thema Depression findet sich unter Bitte-stoer-mich! (von der Gesundheitsministerin des Landes Bayern bereit gestellt):    Bitte-stoer-mich

 

Bedenken gegen Psychotherapie greift ein TV-Beitrag des Bayerischen Rundfunks auf: Missverständnisse über Psychotherapie

 

Änderungen in den Rahmenbedingungen für Psychotherapie ab 1. April 2017 im Cartoon